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Oschersleben - Trotz seiner nächsten Aufholjagd schafft es Mick Schumacher im zweiten Rennen der Formel 4 nicht unter die besten Zehn. Marvin Dienst macht den Doppelsieg komplett.

Aus Oschersleben berichtet Carsten Arndt

Mick Schumacher hat auch im zweiten Rennen am Auftaktwochenende der ADAC Formel 4 in Oschersleben Kampfgeist bewiesen. Für eine erneute Platzierung in den Punkterängen reichte es aber nicht.

Im zweiten Rennen seiner noch jungen Formel-Karriere landete der Sohn des siebenmaligen Formel-1-Weltmeisters am Ende auf Rang 12.

Der Sieg ging erneut an Marvin Dienst vom HTP Junior Team, der bereits das erste Rennen am Samstag für sich entschieden hatte und seine Führung in der Gesamtwertung ausbaute. Janneau Esmeijer (HTP Junior Team) und Ralf Aron (Prema Powerteam) komplettierten als Zweiter und Dritter das zweite Podest der Saison.

Der Pokal für den besten Rookie im Feld, den am Samstag noch Schumacher junior erhalten hatte, ging dieses Mal an den Chinesen Zhou Guan Yu vom Prema Powerteam.

Frühes Safety Car

Nachdem es am Vortag in der engen ersten Kurve in der Motorsport Arena noch zu einer Kollision kam, hielten sich die 35 Piloten dieses Mal allesamt schadlos.

Wenig später kam das Safety Car dann aber doch zum Einsatz, nachdem Nikolaj Rogivue vom Team SMG Swiss hart in der Mauer einschlug, glücklicherweise aber unverletzt blieb.

Schumacher, der von Rang 20 ins Rennen ging, erwischte nicht den besten Start und verlor einige Plätze, kämpfte sich aber noch vor Beginn der Safety-Car-Phase wieder auf Rang 18 vor.

Kuriosum bei Mazatis

Den Restart führte Dienst an, der seine Führungsposition beim Start souverän verteidigt hatte. Ihm folgte sein Teamkollege Esmeijer, der am Vortag trotz Pole Position ein enttäuschendes Rennen abgeliefert hatte.

"Zwei Siege in den ersten zwei Rennen der Formel 4 einzufahren, ist natürlich unglaublich, ein perfekter Einstand. Der Doppelsieg fürs Team ist dann natürlich noch die Krönung. Ich weiß, dass mein Teamkollege schnell ist, aber eigentlich war ich ziemlich entspannt und konnte das Rennen kontrollieren", sagte Dienst nach dem Rennen zu SPORT1 und ergänzte: "Die vielen Safety-Car-Phasen haben mir am Ende natürlich geholfen, den Sieg nach Hause zu fahren."

Für ein Kuriosum sorgte zur Hälfte des Rennens Benjamin Mazatis vom Team ADAC Berlin-Brandenburg, der kurz vor dem Anbremsen auf die erste Kurve versehentlich den Rückwärtsgang einlegte und sich einen spektakulären Dreher leistete.

Schumacher kommt nicht vorwärts

Schumacher leistete sich derweil keine Fehler, biss sich aber lange am vor ihm fahrenden Jannes Fittje die Zähne aus und konnte so keine Plätze gut machen. Erst knapp zehn Minuten vor Schluss zog er am Motopark-Piloten vorbei, schnappte sich im Anschluss mit einem herrlichen Manöver auch Teamkollege Harrison Newey und schob sich auf Platz 12 vor.

An der Spitze des Feldes ließ sich Dienst, der zu den großen Favoriten auf dem Gesamtsieg zählt, auch von zwei weiteren Safety-Car-Phasen nicht aus der Ruhe bringen und fuhr am Ende souverän den zweiten Sieg der Saison ein.

Premiere für Niederhauser

Freuen durfte sich auch Marylin Niederhauser, die als erste Dame im Feld an einem Formel-4-Rennen teilnahm und nach einer fehlerfreien Vorstellung als 32. über die Ziellinie fuhr.

Bei SPORT1 sprach die 19-Jährige über ihre Premiere: "Es war ein tolles Gefühl. Mein Start verlief auch sehr gut und ich konnte direkt ein paar Fahrer überholen. Ich habe mein bestes gegeben, aber man merkt natürlich, dass ich dieses Jahr noch nicht so oft im Auto saß. Ich versuche, einfach Spaß zu haben und Gas zu geben."

Siegchancen zum Abschluss

Für den Abschluss des Wochenendes darf sich Schumacher sogar Chancen auf den ersten Sieg ausrechnen. Dort starten die ersten Zehn des ersten Rennens in umgekehrter Reihenfolge.

Der Youngster wird somit als Zweiter aus der ersten Reihe in den abschließenden Lauf des Auftaktwochenendes gehen.

Das dritte Rennen am Nachmittag zeigt SPORT1 ab 15.20 Uhr LIVE im Free-TV und im LIVESTREAM.

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