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DTM-Pilot Timo Scheider denkt nicht nur an seine eigene Karriere. In der ADAC Formel 4 will er als Teamchef den Nachwuchs weiter fördern - und muss Aufbauarbeit leisten.

Timo Scheider kann vom Motorsport nicht genug bekommen.

Pilot in der DTM, Chef eines eigenen Kart-Rennstalls. Und nun steigt er auch noch als Teambesitzer in die ADAC Formel 4 (ab Sa., 11.45 Uhr LIVE im TV auf SPORT1 u. im GRATIS-LIVESTREAM) ein.

"Das ist ein Riesenprojekt geworden. Wir stecken seit vielen, vielen Jahren unser Herzblut in den Motorsport", begründet der 36-Jährige bei SPORT1 seine vielen Engagements.

Erster Teilnehmer der Formel 4

Von seinem jüngsten Projekt ist der zweimalige DTM-Champion so sehr überzeugt, dass er sich mit seinem Team als erster Teilnehmer überhaupt für die ADAC Formel 4 eingeschrieben hat.

Viele weitere Rennställe folgten, so dass das Starterfeld der neuen Nachwuchsserie insgesamt 42 Fahrer und Fahrerinnen zählt – darunter mit Mick Schumacher, Harrison Newey und Jonathan Cecotto auch Söhne bekannter Motorsport-Ikonen.

Die Vorfreude auf die neue Herausforderung ist groß bei Scheider, auch wenn er gesteht: "Es ist alles neu für uns. Das heißt, es ist ganz, ganz schwierig aktuell. Aber wir haben auch keine Ziele, die unverschämt wären. Wir probieren, uns zu steigern und alles sauber aufzubauen."

Zwei Teenager am Start

Umsetzen sollen die Ziele mit Leon Wippersteg und Mauro Auricchio zwei Teenager, die zufällig kurz vor Saisonstart am gleichen Tag Geburtstag hatten, Wippersteg wurde am 19. April 18, sein brasilianischer Teamkollege 17 Jahre alt.

Ansonsten findet man in den Biografien der beiden jungen Fahrer aber auch einige Unterschiede. Während Wippersteg aus dem Kart-Team von Scheider hervorgeht, nahm der Südamerikaner die weite Reise nach Europa auf sich, um in der Formel 4 einzusteigen.

Obwohl er in Brasilien schon erste Formel-3-Erfahrungen gesammelt hat, ist die Umstellung auf die Formel 4 enorm.

"Kann was vermitteln"

"Nachdem er mir gesagt hat, er weiß nicht einmal, was Bremsbalance ist, war mir klar: da fehlt noch viel", schmunzelt Scheider, der so gut es geht die Entwicklung seiner beiden Piloten begleiten will.

"Mit der Erfahrung, die man hat, kann man etwas vermitteln, das sie teilweise jetzt schon umsetzen können", sagt der Routinier. Er setzt sich aber auch selbst ins Auto. "Wenn mir die Jungs eine Aussage geben, ist das schön. Aber wie viel Qualität das Ganze hat, muss man auch erstmal erfahren."

Dass seine Zöglinge in den nächsten Jahren vielleicht auch seine Konkurrenten sein könnten, ist Scheider bewusst, macht ihm aber nichts aus. Im Gegenteil. "Ich muss sagen, ich habe eine Riesenfreude an der Sache."

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