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Mick Schumacher
Mick Schumacher gewann gleich an seinem ersten Wochenende in der Formel 4 ein Rennen © Getty Images

Chemnitz - Mick Schumacher schließt einen durchwachsenen Tag mit einem positiven Ergebnis ab, am Sonntag könnte seine große Stunde schlagen. Der Kampf um den Titel spitzt sich zu.

Mick Schumacher wirkte tiefenentspannt, als er am Morgen das Fahrerbriefing verließ. Gemeinsam mit Teamkollege Joey Mawson trabte er als Letzter zurück Richtung Fahrerlager.

Auch beim erst 16 Jahre alten Rookie ist nach fünf Rennwochenenden in der ADAC Formel 4 (1. Rennen Sa., ab 11.55 Uhr  LIVE im Free-TV und im LIVESTREAM) ein wenig Routine eingekehrt.

Keine Frage, der Sohn des ehemaligen Formel-1-Weltmeisters Michael Schumacher ist nach wie vor das Gesicht der Nachwuchsserie. Auch am traditionsreichen Sachsenring wurde das einmal mehr deutlich.

Doch zumindest er selbst scheint seine innere Ruhe mittlerweile gefunden zu haben.

Defekt sorgt für Unruhe

Mit der war es am Vormittag dann aber erst einmal vorbei. Während seine Konkurrenten in der ersten Trainings-Session des Tages Runde um Runde drehten, leuchtete Schumachers Name auf der Anzeigetafel im Pressezentrum rot auf.

Kurzzeitig kam etwas Unruhe auf, doch wenig später gab es die Entwarnung. "Wir haben ein Problem mit der Ölpumpe", erklärte Van-Amersfoort-Geschäftsführer Rob Niessink SPORT1: "Um einen Motorschaden zu vermeiden, haben wir frühzeitig aufgehört."

Eine reine Vorsichtsmaßnahme also.

Verbessert im 2. Training

Zum 2. Freien Training stand Schumachers Wagen dann auch wieder parat, ein respektabler 13. Platz stand am Ende für den Rookie zu Buche. Im von Unterbrechungen geprägten Qualifying unter schwierigen äußeren Bedingungen, legte er sogar noch einmal zu und geht als Zwölfter und Zehnter in die beiden Rennen am Samstag.

Und das auf einer Strecke, die gerade den Neulingen im Feld alles abverlangt. "Es hat ein bisschen Monaco-Flair", beschrieb der Meisterschaftsführende Marvin Dienst den Kurs: "Hin und wieder kommen die Mauern doch ganz schöne nahe."

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Dreikampf um die Spitze

Probleme hat der routinierte Dienst aber offenbar keine damit. Ganz im Gegenteil.

Der 18-Jährige vom HTP Junior Team sicherte sich in der Geburtsstadt von Karl May die Doppel-Pole. Zurücklehnen kann er sich aber nicht.

Joel Eriksson (Team Motopark) und Schumachers Teamkollege Joey Mawson, die beiden Hauptkonkurrenten in der Meisterschaft, sitzen ihm in der Startaufstellung direkt im Nacken.

Einen Angriff von Schumacher wird Dienst dagegen eher nicht befürchten müssen - zumindest am Samstag.

Am Sonntag werden die Karten aber neu gemischt. Dann starten die Top Ten des ersten Rennens in umgekehrter Reihenfolge. Die große Chance für Schumacher, der von Startplatz zwölf aus beste Karten auf einen Logenplatz im dritten Run hat.  

Erinnerungen an Oschersleben

Auf diese Art und Weise hatte Schumacher auch seinen ersten Saisonsieg beim Auftakt in Oschersleben gefeiert.

Damals war er im ersten Rennen Neunter geworden und im dritten Lauf von Startplatz zwei aus zu seinem Premierensieg gefahren.

Bis heute ist kein weiterer Erfolg mehr hinzugekommen. Doch Schumacher bewies nach einem kleinen Durchhänger zuletzt auf dem Nürburgring wieder ansteigende Form und macht bislang auch auf dem Sachsenring eine gute Figur.

Doch auch wenn es nichts werden sollte mit einem Platz ganz oben auf dem Treppchen, aus der Bahn werfen, wird es ihn sicherlich nicht.

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