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Chemnitz - Mick Schumacher lässt sich nach seinem Erfolg am Mittag auch von seinem frühen Aus im 2. Rennen die Laune nicht verderben. Spitzenreiter Marvin Dienst winkt Historisches.

Mick Schumacher grinste. Er scherzte mit den Streckenposten, ehe es mit dem Roller wieder Richtung Fahrerlager ging.

Selbst das frühe Aus im zweiten Rennen der ADAC Formel 4 konnte seine Laune an diesem Tag nicht trüben.

Und so fand sich der 16-Jährige wenig später zusammen mit seinen Kollegen schon wieder bei einer Autogrammstunde ein. Geduldig erfüllte er die Wünsche der Fans, die sich wie immer um ihn scharten. Noch vor wenigen Wochen völlig undenkbar.

Schumacher blüht auf

Doch Schumacher hat sich mit seiner Situation arrangiert, blendet den Hype um seine Person so gut es eben geht aus.

Das wirkt sich auch auf seine Leistungen aus. Nachdem er nach seinem furiosen Auftaktsieg in Oschersleben leistungsmäßig in ein Loch fiel, fährt er inzwischen wieder regelmäßig in die Punkte.

Platz fünf im ersten Rennen auf dem traditionsreichen Kurs in Hohenstein-Ernstthal, der Geburtsstadt Karl Mays, war gleichbedeutend mit dem zweitbesten Ergebnis der Saison. Als bester Rookie durfte er zudem mit aufs Podium.

"Mick hatte öfter Pech, aber heute ist er sehr gut und clever gefahren. Wir sind sehr zufrieden, erklärte Rob Niessink, Geschäftsführe von Van Amersfoort bei SPORT1: "Er hat gesehen, dass er beim Zweikampf zwischen Shwartzman und Esmeijer zum Opfer werden könnte und hat sich zurückgehalten."

Schumacher abgeräumt

Unverschuldet zum Opfer wurde er dann gleich zu Beginn des zweiten Laufs. Noch in der ersten Runde wurde er von Janneau Esmeijer vom HTP Junior Team unglücklich abgeräumt.

Die Rennleitung wertete die Kollision im Anschluss als normalen Rennunfall. Und auch Schumacher nahm dem Niederländer seinen Fauxpas offensichtlich nur wenig übel.

Schließlich hat er am Sonntag (ab 16 Uhr LIVE im Free-TV und im LIVESTREAM) gute Chancen auf die nächsten Zähler. Schumacher geht von Startplatz fünf aus ins Rennen.

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Duell mit Dienst droht

Möglicherweise muss er sich dann auch dem Gesamtführenden Marvin Dienst erwehren. Der 18-Jährige vom HTP Junior Team scheint derzeit unschlagbar, vier der letzten fünf Rennen hat er für sich entschieden.

Neben der Meisterschaft hat er deshalb noch ein zweites großes Ziel. Als erster Fahrer überhaupt will er in der noch jungen Geschichte der Formel 4 alle drei Rennen an einem Wochenende gewinnen.

Da das Reglement der Nachwuchsserie für den dritten Lauf aber vorsieht, dass sich die Startaufstellung aus den umgekehrten Top Ten des ersten Rennens ergibt, startet Dienst nur als Zehnter.

"Ich werde alles versuchen, aber hier auf dem Sachsenring ist es wahnsinnig schwer, zu überholen. Der Speed ist gut, aber ich kann nichts versprechen", sagte Dienst im Gespräch mit SPORT1 zum möglichen Triple.

Schumacher voller Tatendrang

Das kann auch Schumacher nicht. Doch die Brust des Sohnes der Formel-1-Legende Michael Schumacher ist derzeit breit wie nie.

"Wir sind zurück", hatte er am Mittag auf dem Podium erklärt: "Nun gilt es, die verbleibenden Rennen ruhig zu bleiben und das Beste herauszuholen."

Im zweiten Rennen verhinderten äußere Umstände ein mögliches weiteres Erfolgserlebnis. Doch schon am Sonntag bietet sich die nächste Gelegenheit den Worten Taten folgen zu lassen.

Auf weitere Scherze mit den sächsischen Streckenposten würde Schumacher dann sicherlich gerne verzichten.

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