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Mick Schumacher geht in der neuen Saison für das Prema Powerteam an den Start
Mick Schumacher geht in der neuen Saison für das Prema Powerteam an den Start © SPORT1

Oschersleben - Mick Schumacher startet in seiner zweiten Formel-4-Saison für das Prema Powerteam. Managerin Kehm bestätigt bei SPORT1 das Vorhaben, in zwei Rennserien mitzumischen.

Ruhig ist es um ihn geworden. Gerade so ruhig, wie es um einen jungen Mann eben werden kann, auf dessen roten Rennboliden in großen Lettern "M. SCHUMACHER" prangt.

Natürlich sorgt der Mythos Schumacher für eine ganz besondere Aura rund um den Teenager mit dem berühmten Nachnamen. Automatisch springen einem Assoziationen zum berühmten Papa in den Kopf, dem siebenmaligen Weltmeister, der im roten Ferrari zum größten Rennfahrer aller Zeiten wurde.

Weniger Rummel um Mick

Nun tummeln sich weitaus weniger Journalisten und Fans um das Zelt seines neuen Teams Prema Powerteam als im Vorjahr, als Schumacher erstmals als Formel-Rennfahrer in Erscheinung trat. Interviews soll es sowieso erst im Laufe der Saison geben, volle Konzentration auf den Sport, so seine Managerin Sabine Kehm.

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Zu Gesicht bekommt man Mick beim Auftakt der ADAC GT Masters-Testtage in Oschersleben nur, wenn er sich in sein Arbeitsgerät begibt, das Visier seines Helmes hochgeklappt, seine blauen Augen herausblitzend. Konzentriert schaut er, spricht mit den Mechanikern, justiert Feinheiten am Auto.

Abseits der Strecke bleibt der Teenager, der in seiner Premieren-Saison in der ADAC Formel 4 insgesamt Zehnter und drittbester Rookie wurde, weitestgehend unsichtbar.

Schumacher mit Bestzeit im 2. Training

Angelo Rosin ist Teamchef beim Prema Powerteam
Angelo Rosin ist Teamchef beim Prema Powerteam © SPORT1

Im neuen Auto lief es bereits erstaunlich gut. In der zweiten Trainingssession fuhr Mick Schumacher allen davon, stellte mit 1:26.974 Minuten die Bestzeit auf. Sein Teamchef möchte das nicht überbewerten.

"Das ist toll. Und wenn wir antreten, wollen wir auch gewinnen", sagte Angelo Rosin zu SPORT1: "Aber wie gut wir sind, wird sich erst im Laufe der Saison herausstellen."

Das neue Umfeld um den sympathischen Italiener hilft Schumachers Entwicklung offenbar. "Für junge Menschen sind Ergebnisse nicht das Wichtigste. Eine möglichst breite Ausbildung, neue Erfahrungen und vor allem viele Rennen wiegen mehr in dem Alter", meinte Kehm zu SPORT1.

Entscheidung nach dem zweiten Rennen?

Kehm bestätigte, dass Schumacher mit seinem Team Prema sowohl in der deutschen als auch in der italienischen Formel 4 die Saison starten wird.

Rein terminlich könnte Schumacher in beiden Serien alle Rennen besetzen - Zeitkonflikte gibt es keine. "Wir wollen insgesamt sehr viele, wenn nicht alle Rennen fahren", sagte Kehm, schränkte aber ein: "Schlussendlich entscheiden wir das erst im Laufe der Saison, nach dem zweiten Rennen sieht man weiter."

Die Möglichkeit, auf Gegebenheiten der jeweiligen Rennserien zu reagieren, wird offengelassen. So wie es der Entwicklung eben möglichst am förderlichsten ist.

Mehr Konkurrenz in Deutschland

Und es gibt durchaus Unterschiede: Rosin sieht die deutsche Serie besser besetzt, es herrsche ein größerer Konkurrenzkampf als im italienischen Pendant. Dafür kam an der deutschen Premierensaison im letzten Jahr durchaus Kritik auf, als kaum ein Rennen ohne Safetycar-Phase zu Ende gegangen war. Auch das Kennenlernen neuer Strecken wie derer in Italien sei ein Thema, so Kehm.

Schumachers Teammanagerin Grazia Troncon sieht ihren Fahrer "für beide Serien gerüstet." Man darf also gespannt sein, zu welchen Leistungen der Schumacher-Sprössling in seiner zweiten Saison als Formel-Fahrer im Stande ist - nicht nur beim Auftakt in Oschersleben am 16. April (ab 14.30 Uhr LIVE auf SPORT1).

SPORT1 begleitet die komplette Saison des ADAC GT Masters und ausgewählte Formel-4-Rennen LIVE im Free-TV und im Livestream auf SPORT1.de. Übertragungsbeginn am Rennsonntag ist 13 Uhr.

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