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Mick Schumacher
Mick Schumacher liegt in der Fahrerwertung aktuell auf dem zweiten Platz © Getty Images

Der Titelkampf zwischen Joey Mawson und Mick Schumacher geht in die entscheidende Phase. Auf dem Nürburgring kann Schumacher seinen Heimvorteil ausspielen.

Langsam aber sicher biegt die ADAC Formel 4 auf die Zielgerade ihrer zweiten Saison ein.

Vom 5. bis 7. August geht die Highspeedschule des ADAC auf dem Nürburgring (LIVE im TV auf SPORT1) in ihr sechstes Rennwochenende - mit den Saisonrennen 16 bis 18 rückt die Entscheidung in der Meisterschaft immer näher.

Erneut werden die beiden Titelanwärter Joey Mawson (20, Australien, Van Amersfoort Racing) und Mick Schumacher (17, Deutschland, Prema Powerteam) im Fokus stehen. Aber auch der Kerpener Rennstall US Racing um den ehemaligen Formel-1- und DTM-Piloten Ralf Schumacher und Gerhard Ungar fiebert seinem Heimspiel entgegen.

SPORT1 zeigt die ersten beiden Rennen vom Nürburgring LIVE, das dritte Rennen ist live bei SPORT1+ zu sehen. Alle drei Rennen werden auch online im Livestream auf SPORT1.de und www.adac.de/formel-4 übertragen.   

Schumacher jagt Spitzenreiter Mawson

Beim bislang letzten Rennwochenende auf dem Red Bull Ring im österreichischen Spielberg baute der Australier Mawson seine Führung in der Gesamtwertung weiter aus. Er feierte seinen sechsten Saisonsieg und liegt nun 46 Punkte vor Mick Schumacher. Der Sohn von Formel 1-Rekordweltmeister Michael Schumacher hat 208 Zähler, sein ärgster Rivale Mawson 254.   

Beide Piloten haben sich von der Konkurrenz abgesetzt. Hinter dem Spitzenduo folgt ADAC Stiftung Sport-Förderpilot Mike David Ortmann (16, Ahrensfelde, ADAC Berlin-Brandenburg e.V.) mit 157 Punkten vor Kim-Luis Schramm (19, Wümbach, US Racing) mit 150 und dem ebenfalls von der ADAC Stiftung Sport geförderten Jannes Fittje (17, Langenhain, US Racing) mit 112 Punkten.   

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Eine Vorentscheidung in der Meisterschaft ist laut Mawson aber längst nicht gefallen. "Es ist toll, dass ich aktuell vorne liege. Aber es sind noch neun Rennen zu fahren und viele Punkte zu vergeben. Ich werde die Rennen so angehen, wie ich es bereits die ganze Saison über gemacht habe: Ich will konstant in die Punkte und wenn möglich aufs Podium fahren", sagte der Australier, der sich auf den Auftritt auf dem Nürburgring freut: "Das ist eine tolle Strecke, sehr schön und idyllisch gelegen und mit einer spannenden Geschichte."   

Vor allem dem Australier ist es zu verdanken, dass der niederländische Rennstall Van Amersfoort Racing mit 291 Punkten mittlerweile knapp die Führung in der Teamwertung vom Kerpener Rennstall US Racing (287) übernommen hat.   

Teamchef Ungar bleibt zuversichtlich

US Racing-Teamchef Ungar bleibt dennoch zuversichtlich. "Das Wochenende in Spielberg war allgemein ein bisschen schwierig, und zusätzlich haben wir nicht das Optimum rausgeholt. Mit dem Saisonverlauf sind wir schon einigermaßen zufrieden. Aber klar wird das Wochenende auf dem Nürburgring wie ein Heimspiel für uns", sagte er.   

Sein Teamchef-Kollege Ralf Schumacher pflichtet ihm bei: "Am Red Bull Ring war einfach etwas Pech dabei. Aber klar, es ist unser erklärtes Ziel, weiter Punkte zu sammeln und in der Teamwertung wieder nach vorne zu kommen", sagt der ehemalige Formel 1 und DTM-Pilot. "Wir haben uns auf den Nürburgring gut vorbereitet, und da sollte es hoffentlich möglich sein."   

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Frohen Mutes nach den jüngsten Ergebnissen ist auch Timo Scheider. Der DTM-Pilot hatte im Vorfeld des Red Bull Rings den ehemaligen ADAC Formel 4-Fahrer Janneau Esmeijer (19, Niederlande) für sein Team engagiert. Dieser zahlte das Vertrauen prompt mit einem siebten Rang zurück und bescherte dem Team Timo Scheider GmbH das bislang beste Saisonergebnis.   

"Es ist nicht ganz einfach, die Richtung zu finden, wenn man die Erfahrung nicht hat. Jetzt haben wir mit Janneau einen erfahrenen Piloten, der schnell ist und uns sehr geholfen hat", sagte Scheider: "Nicht nur auf der Strecke, sondern auch in der Entwicklung des richtigen Setups in Zusammenarbeit mit dem Ingenieur. Der Speed ist im Vergleich zu den Jungs in der Spitze sehr akzeptabel, das macht uns zuversichtlich. Auf dem Nürburgring haben wir schon mit ihm getestet, ich glaube, wir sind auf einem guten Weg in die richtige Richtung."  

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