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Mick Schumacher liegt vor den letzten beiden Rennwochenenden 46 Punkte hinter Joey Mawson
Mick Schumacher liegt vor den letzten beiden Rennwochenenden 46 Punkte hinter Joey Mawson © Getty Images

Nürburgring - Mick Schumacher liefert sich in der Formel 4 einen Zweikampf mit Spitzenreiter Mawson. SPORT1 gibt einen Überblick über die Ausgangslage vor den letzten Rennwochenenden.

Der Auftrag ist klar formuliert. Auch wenn man es in der ADAC Formel 4 wohl eher als Wunsch bezeichnen sollte.

"Für Prema ist es immer das Ziel, zu gewinnen. Wir sind nicht glücklich, wenn wir Zweiter werden", sagte Team-Managerin Grazia Troncon SPORT1.

Keine Frage: In erster Linie geht es in einer Nachwuchsserie vor allem um die Weiterentwicklung der Talente, sie sollen auf höhere Aufgaben vorbereitet und als Fahrer geformt werden. Es ist ein Lernprozess, der beim Prema Powerteam allerdings auf sehr hohem Niveau betrieben wird.

Als Zweitplatzierter auf die Zielgerade

Und ohne Frage wollen die erfolgsverwöhnten Italiener auch in ihrer ersten kompletten Saison in der deutschen Formel 4 nichts anderes als den Titel. (DATENCENTER: Die Fahrerwertung der ADAC Formel 4)

Denn die Möglichkeit ist da. Mick Schumacher biegt als Gesamtzweiter auf die Zielgerade der Saison ein.

SPORT1 blickt auf die Chancen des 17-Jährigen auf seinen ersten Titel.

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Die Ausgangslage: 46 Punkte liegt Schumacher nach dem sechsten Rennwochenende auf dem Nürburgring hinter dem Gesamtführenden Joey Mawson zurück.

Sechs Läufe stehen noch aus, es sind also noch maximal 150 Punkte zu holen. Heißt: Punktemäßig ist weiterhin alles offen. Zwei Siege, und der Sohn von Formel-1-Rekordweltmeister Michael Schumacher ist vorne, sollte Mawson leer ausgehen.

Die Rennen: Vom 19. bis 21. August startet die Formel 4 zunächst in Zandvoort. Auf dem niederländischen Dünenkurs fährt die Nachwuchsserie zum ersten Mal. Und die Strecke an der Nordsee hat es in sich, ist eine echte Herausforderung. (DATENCENTER: Der Rennkalender der ADAC Formel 4)

"Es gibt viele schöne Kurven in tollen Kombinationen, es geht rauf und runter, der Kurs hat einen herrlichen Rhythmus", sagt Mattias Ekström, der mit der DTM im Juli dort unterwegs war.

In viele Kurven fährt man sozusagen blind hinein, die Fahrer benötigen viel Vertrauen in ihr Auto - und in ihr eigenes Können. Es ist eine echte Old-School-Strecke, ohne große Auslaufzonen, Fehler werden knallhart bestraft.

Ende September (30. September bis 2. Oktober) steigt schließlich in Hockenheim das große Saisonfinale. Und den Traditionskurs kennen die beiden Titelkandidaten aus dem Effeff.

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Die Form: Sowohl Mawson als auch Schumacher sind in Titelform, lassen sich auch von Rückschlägen nicht beirren. Schumacher schluckte zuletzt die umstrittene Sanktion im zweiten Rennen und schlug mit dem zweiten Platz im dritten Lauf zurück.

Dort wurde wiederum Mawson bestraft und ging komplett leer aus. Der Australier zeigt mit bislang sieben Saisonsiegen aber eine beeindruckende Konstanz.

Die Chancen: Im Duell der beiden Kumpel und letztjährigen Teamkollegen ist Van-Amersfoort-Pilot Mawson aktuell im Vorteil. Nur einmal konnte Schumacher an einem Wochenende mehr Punkte holen als sein Rivale. Doch Schumacher hat seinen Killerinstinkt schon mehrmals unter Beweis gestellt.

Und die Unterstützung seiner Mannschaft hat Schumacher sicher. Im dritten Rennen auf dem Nürburgring wurde er nach einer starken Aufholjagd auch dank einer Teamorder am Ende noch Zweiter.

Schließlich ist der Auftrag klar formuliert.

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