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Marcus Armstrong lauert im Kampf um die Meisterschaft auf Platz zwei
Marcus Armstrong lauert im Kampf um die Meisterschaft auf Platz zwei © ADAC

Vor den letzten Rennen in der ADAC Formel 4 haben im Kampf um die Meisterschaft drei Fahrer eine gute Ausgangsposition. Welcher Pilot hat welche Chancen?

Die dritte Saison der Highspeedschule des ADAC nähert sich dem großen Finale. Noch sind sechs Rennen auf dem Sachsenring (15. bis 17. September) und in Hockenheim (22. bis 24. September) zu fahren - und die Entscheidung im Rennen um den Titel der ADAC Formel 4 scheint immer mehr zu einem Dreikampf zu werden.

Juri Vips (17, Estland, Prema Powerteam) führt die Meisterschaft vor Marcus Armstrong (17, Neuseeland, Prema Powerteam) und Felipe Drugovich (17, Brasilien, Van Amersfoort Racing) an - alle können den Titel aus eigener Kraft noch erreichen. Aber von den Verfolgern haben sicher auch noch Kim-Luis Schramm (20, US Racing) und Lirim Zendeli (17, ADAC Berlin-Brandenburg e.V.) Chancen auf die Top-Positionen.

Wie sieht es bei den einzelnen Fahrern aus?

  • JURI VIPS: Der Este glänzt in seiner zweiten Saison in der ADAC Formel 4 vor allem mit seiner Konstanz. Nur im dritten Rennen am Lausitzring verpasste der Prema-Pilot die Punkte, ansonsten sammelte Juri Vips kontinuierlich Zähler. So steht Vips mit 182,5 Punkten an der Spitze - obwohl er bislang weniger Siege geholt hat als die Verfolger Armstrong und Drugovich. Vips weiß, dass Fehler in der ADAC Formel 4 besonders schwer wiegen, entsprechend besonnen und kontrolliert ist der Este auf der Strecke. Auf dem Sachsenring fuhr Vips im vergangenen Jahr nur in einem Rennen in die Punkte, dafür glänzte er beim Finale in Hockenheim mit zwei dritten Plätzen.

Das sagt Juri Vips vor der Entscheidung: "Einige Rennen sind nicht ganz glücklich verlaufen, aber ich bin bei fast allen konstant in die Punkte fahren. Ich will bis zum letzten Rennen so viele Punkte wie möglich holen. So eng, wie es sich im Augenblick darstellt, wird der Titelkampf bis zum letzten Rennen andauern."

  • MARCUS ARMSTRONG: Anlaufschwierigkeiten? Dieses Wort scheint Marcus Armstrong nicht zu kennen. Spätestens seit dem zweiten Rennwochenende auf dem Lausitzring gehört der 17 Jahre alte ADAC Formel 4-Debütant konstant zu den Schnellsten. Auf dem Red Bull Ring holte Armstrong seinen ersten Sieg, und er ließ zwei weitere in Oschersleben und auf dem Nürburgring folgen. Mit 171 Punkten liegt der Neuseeländer knapp hinter seinem Teamkollegen Juri Vips und hat weiterhin alle Chancen auf den Titel in der ADAC Formel 4. Armstrong punktet ähnlich konstant wie Vips und blieb bislang nur in zwei Rennen ohne Zähler. Überhaupt verläuft das Jahr 2017 sehr erfolgreich für Armstrong: Parallel zur ADAC Formel 4 ist er auch noch in der italienischen Formel 4 aktiv, und dort führt der 17-Jährige die Meisterschaft an.

Das sagt Marcus Armstrong vor der Entscheidung: "Die erste Hälfte der Saison hatte Höhen und Tiefen, alles in allem bin ich aber mit dem zweiten Rang in der Gesamtwertung nicht unzufrieden. Highlights waren meine Poles, und auch an meine Siege werde ich mich sicher erinnern. Ich schaue nicht so sehr auf die Meisterschaftswertung, mein Ziel ist es, soviele Siege wie möglich zu holen. Die letzten Rennwochenenden werden noch ein harter Fight."

  • FELIPE DRUGOVICH: Der Brasilianer hat als bislang einziger Pilot in diesem Jahr vier Siege geholt - dennoch ist der Van Amersfoort-Fahrer nicht ganz vorne, sondern mit 159,5 Punkten derzeit Dritter. Dies liegt vor allem daran, dass Vips und Armstrong noch konstanter unterwegs sind als Felipe Drugovich. In vier der bislang 15 Rennen blieb der 17-Jährige ohne Punkte, diesen "Nachteil" glich Drugovich mit seinen vier Siegen und drei weiteren Podiumsplatzierungen aus. Der Brasilianer, der in seinem Rookie-Jahr 2016 für Neuhauser Racing fuhr, kennt den Sachsenring und auch den Hockenheimring - doch gute Erinnerung hat er an beide Strecken nicht. Im vergangenen Jahr holte er dort in der Summe nur einen Punkt. Ein schlechtes Omen für das diesjährige Saisonfinale? Die letzten sechs Rennen werden es zeigen.

Das sagt Felipe Drugovich vor der Entscheidung: "Über den ersten Teil der Saison kann ich mich nicht wirklich beschweren. Ich bin sehr froh, der Fahrer mit den bisher meisten Siegen und Führungsrunden zu sein. Mein Ziel für die letzten Rennen ist es, noch einmal näher an die Spitze der Gesamtwertung ranzukommen. Ich würde schon gerne am Saisonende meinen Namen ganz oben auf dem Ergebnisblatt sehen."
   

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