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Oschersleben - Das Duo Wirth/Keilwitz sieht lange wie der sichere Sieger aus, ehe ein technischer Defekt Bentley den Sieg beschert. Porsche verteidigt die Gesamtführung.

Aus Oschersleben berichtet Carsten Arndt

Das Duo Jeroen Bleekemolen/Luca Stolz hat den zweiten Lauf beim Saisonauftakt des ADAC GT Masters in Oschersleben gewonnen.

Die beiden Bentley-Piloten verwiesen in einer dramatischen Schlussphase Sebastian Asch/Luca Ludwig (Mercedes/Team Zakspeed) und Andreas Simonsen/Harald Proczyk (Mercedes/HP Racing) auf die Plätze zwei und drei.

"Das war ein guter Einstieg in die Serie. Wir sehr zufrieden mit dem Wochenende. Wir waren beim ersten Test in Oschersleben nicht dabei und haben daher das Optimum herausgeholt", analysierte Asch bei SPORT1.

Der Österreicher Proczyk meinte nach dem Rennen: "Daran könnte ich mich gewöhnen. Alles ist perfekt gelaufen. Sowas habe ich mir nicht einmal erträumt."

Christian Engelhart und Klaus Bachler (Porsche 911), die Sieger des ersten Laufs, wurden Vierter und verteidigten damit ganz knapp die Gesamtführung vor Asch/Ludwig.

Bentley patzt erneut

Wie schon am Vortag büßte Polesetter Bentley mit Jeroen Bleekemolen am Steuer gleich beim im GT Masters üblichen fliegenden Start die Führung ein. Daniel Keilwitz übernahm in der Corvette Z06 R die Spitze.

Größter Verlierer der Startphase, die im Gegensatz zum ersten Rennen ohne Kollision ablief, war Nicki Thiim vom Team C. Abt Racing der von Rang zwei auf Platz sieben zurückfiel.

Keilwitz setzt sich ab

An der Spitze fuhr Keilwitz derweil ein souveränes Rennen und baute seinen Vorsprung kontinuierlich aus.

Titelverteidiger Kelvin van der Linde, der zum Auftakt nur auf einem enttäuschenden 17. Rang gelandet war, zeigte sich deutlich verbesser t und kämpfte sich zwischenzeitlich bis auf Platz fünf vor.

Packender Dreikampf

Kurz vor dem Wechsel-Fenster zur Mitte des Rennens musste erstmals das Safety-Car auf die Strecke, nachdem Lennart Marioneck mit seinem BMW Z4 in die Mauer einschlug.

Bentley nutzte die Safety-Car-Phase für einen frühen Fahrerwechsel, wenig später kam auch die führende Corvette an die Box und verteidigte hauchdünn die Spitze.

Im Windschatten des Bentley schloss zudem auch Sebastian Asch vom Team Zakspeed zum Spitzenduo auf, ein packender Dreikampf um die Spitze entwickelte sich.

Dramatische Schlussphase

Gut zehn Minuten vor Schluss musste Asch abreißen lassen, der Sieg wurde im Duell Corvette gegen Bentley entschieden.

Stolz setzte Wirth vor sich permanent unter Druck, ohne aber den entscheidenden Angriff setzen zu können. Als alles nach einem Sieg für Corvette aussah, ereilte Pechvogel Wirth ein technischer Defekt. Die Corvette rollte aus.

Riesen-Jubel dagegen in der Bentley-Box. Schon im zweiten Rennen nach dem Einstieg in das GT Masters feierte die britische Luxus-Marke den ersten Sieg.

Titelverteidiger van der Linde kam als Sechster immerhin in die Punkte, wird mit seinem Wochenende aber dennoch alles andere als zufrieden sein.

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