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Chemnitz - Titelverteidiger Kelvin van der Linde holt sich mit seinem neuen Partner endlich den ersten Sieg. Auch Bentley überzeugt, Mercedes erlebt ein Rennen zum Vergessen.

Das Audi-Duo Kelvin van der Linde/Stefan Wackerbauer hat das zweite Rennen des ADAC GT Masters auf dem Sachsenring gewonnen und den favorisierten Ingolstädtern den ersehnten Sieg beschert.

In einem spektakulären Rennen distanzierte Titelverteidiger van der Linde mit seinem Partner den Bentley von Fabian Hamprecht und Clemens Schmid und feierte den ersten Saisonsieg.

Klaus Bachler und Martin Ragginger (Porsche/Schütz Motorsport) komplettierten das Podium. Die Meisterschaftsführenden Sebastian Asch und Luca Ludwig schieden kurz vor dem Ende aus.

Fürst Albert von Thurn und Taxis, der am Wochenende erstmals in dieser Saison im GT Masters an den Start ging, landete mit seinem Partner Tomas Enge im Lamborghini Gallardo nur auf Platz 16.

Bachler bleibt vorne

Bachler verteidigte am Start seine Spitzenposition und ging als Führender in die erste Kurve. Auch Hamprecht und van der Linde im ersten Audi konnten sich  den Angriffen vom Rest des Feldes erwehren.

Der Gesamtführende Sebastian Asch, als Zwölfter gestartet, verlor mit seinem Mercedes dagegen direkt drei Plätze und handelte sich zudem eine Durchfahrtsstrafe ein. Damit war das Rennen vorzeitig gelaufen. Ein technisches Problem kurz vor dem Ende besiegelte das Aus und ein Wochenende zum Vergessen für das Zakspeed-Team.

Doch auch Jens Klingmann, Sieger des Samstagsrennens und Zweiter in der Gesamtwertung, konnte in der ersten Rennhälfte wenig Boden gut machen. Er biss sich mit seinem BMW an Tomas Enge im Lamborghini Gallardo die Zähne aus. Klingmann übergab nur als 14. an seinen Partner Dominik Baumann.

Noch schlechter lief es für ihren Schubert-Teamkollegen Uwe Alzen. Nach dem starken Auftritt am Vortag, bei dem nur die Teamorder den Sieg verhinderte, übernahm Claudia Hürtgen lediglich als 16.

Audi übernimmt die Führung

An der Spitze hielten Bachler und Hamprecht die Konkurrenz derweil in Schach ohne sich entscheidend abzusetzen.

Kurz vor dem Öffnen des Boxenstopp-Fensters versuchte es der Bentley-Pilot noch einmal mit einem Angriff auf dem Porsche, doch Bachler machte die Tür zu und schien Ragginger die Führung mit auf den Weg zu geben.

Der Fahrerwechsel wirbelte die Spitze dann aber gehörig durcheinander. Nachdem es zunächst so aussah als würde der Bentley Platz eins übernehmen, setzte sich kurz vor Ende des Wechselfensters plötzlich Stefan Wackerbauer im Audi an die Spitze des Feldes.

Viele Unterbrechungen

Schmid versuchte es direkt mit wütenden Angriffen auf den Mann des Abt-Racing-Teams wurde aber zunächst durch eine Safety-Car-Phase nach dem Ausfall von Edward Sandström gebremst.

Beim Restart wenig später verteidigte Wackerbauer seine Führung, ein Abflug von Andreas Weishaupt sorgte aber noch in derselben Runde für die nächste Unterbrechung.

Der Audi-Pilot ließ sich davon aber nicht beirren und setzte sich gemeinsam mit Schmid vom Rest des Feldes ab und  fuhr wenig später als Erster über die Ziellinie.

Bachler macht Boden gut

Ragginger konnte dem Spitzenduo nicht folgen, brachte aber zumindest Platz drei ins Ziel und verhalf seinem Partner Bachler wieder zu Platz zwei in der Gesamtwertung.

Bachler verkürzte vier Rennen vor Schluss mit nun 138 Punkten den Rückstand in der Gesamtwertung auf die Spitzenreiter Asch/Ludwig auf 23 Zähler.

Baumann/Klingmann folgen mit 130 Punkten auf Rang drei.

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