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Das Duo Klingmann/Baumann gewinnt am Sachsenring
Das Duo Klingmann/Baumann gewinnt am Sachsenring © ADAC Motorsport

Chemnitz - Das BMW-Duo Claudia Hürtgen/Uwe Alzen lässt kurz vor dem Ende den Teamkollegen den Vortritt. Fürst Albert von Thurn und Taxis kann sich auf seinen Teamkollegen verlassen.

Das BMW-Duo Dominik Baumann/Jens Klingmann hat das erste Rennen des ADAC GT Masters auf dem Sachsenring gewonnen.

Die beiden Piloten vom Team Schubert profitierten dabei von einer Teamorder. Die lange führenden Teamkollegen Claudia Hürtgen und Uwe Alzen mussten den Meisterschaftsanwärtern kurz vor dem Ende den Vortritt lassen.

Bei der anschließenden Siegerehrung war aber keinerlei Groll bei den Zweitplatzierten zu spüren. Auch Teamchef Torsten Schubert wurde von den Fans gefeiert.

Später erklärte er die Entscheidung bei SPORT1: "So eine Entscheidung zu treffen ist immer schwer. Man hat gesehen, wie schnell Claudia unterwegs war. Aber es geht hier nun mal um die Meisterschaft und wir wollen uns natürlich bis zum Schluss die Chance offen halten um den Fahrertitel mitzukämpfen", so Schubert.

"Wir fahren jetzt schon viele Jahre zusammen und Claudia weiß, wie oft wir das Ganze auch schon in andere Richtungen machen mussten. Wir haben mit die beste Fahrerpaarungen im Feld und wenn die Bedingungen passen, wollen wir morgen auf jeden Fall nachlegen."

Andreas Wirth und Daniel Keilwitz (Corvette/Callaway Competition) komplettierten das Podium.

Fürst Albert von Thurn und Taxis, der erstmals in dieser Saison im GT Masters an den Start ging, wurde mit seinem Partner Tomas Enge im Lamborghini Gallardo Achter.

BMW holt Doppelführung

Hürtgen, die sich am Morgen als erste Frau überhaupt die Pole Position gesichert hatte, verteidigte beim üblichen fliegenden Start ihre Spitzenposition und ging als Führende in die erste Kurve.

Teamkollege Baumann schnappte sich dahinter den Audi von Lokalmatador Philip Geipel, die Doppelführung für BWM.

Der Meisterschaftsführende Mercedes-Pilot Sebastian Asch, als Zehnter gestartet, konnte am Start keinen Boden gut machen und hatte wenig später Martin Ragginger, den Partner seines bis dato ärgsten Verfolgers Klaus Bachler im Nacken.

Wackerbauer im Pech

Stefan Wackerbauer, Partner von Titelverteidiger Kelvin van der Linde, der nach den Trainingssessions am Freitag noch als einer der Favoriten gehandelt wurde, musste sich nach einem frühen Boxenstopp wegen eines Reifenschadens am Ende des Feldes einreihen.

Dort war auch Albert von Thurn und Taxis zu finden. Bei seinem Masters-Comeback rieb sich der Fürst lange im Duell mit Audi-Pilot Andreas Weishaupt auf und übergab nur als 15. an seinen Partner Tomas Enge, der in der zweiten Hälfte des Rennens eine starke Leistung zeigte und immerhin noch auf acht vorfuhr.

"Das Rennen war nicht wirklich der Hit. Am Start hab ich ein bisschen den Kürzeren gezogen und hab ein paar Plätze verloren. Danach hab ich mich sehr schwer getan. Andreas Weishaupt hat super verteidigt und ich hab mich hinter ihm ziemlich abgerackert. Tomas hat sich am Anfang auch schwer getan, hat es dann aber super zu Ende gebracht. Insgesamt haben wir aber noch Probleme mit Setup. Da müssen wir bis morgen einiges tun", so der Fürst zu SPORT1.

Frey fliegt ab

Währenddessen baute das BMW-Spitzenduo seine Führung kontinuierlich aus. Uwe Alzen und Jens Klingmann übernahmen mit gut zehn Sekunden Vorsprung vor Geipel, der Platz für  seine Partnerin Rahel Frey machte.

Deren Rennen war wenig später aber bereits wieder beendet. Der 29-Jährigen Schweizerin brach das Heck ihres Autos aus, der Audi rutschte ins Kiesbett.

Markenkollege Edward Sandström übernahm die Verfolgung des BMW-Duos, deren großer Vorsprung durch die Safety-Car-Phase nach Freys Abflug dahin war. Eine Durchfahrtstrafe knapp zehn Minuten vor dem Ende kostete ihn aber eine Topplatzierung.

Baumann/Klingmann machen Boden gut

In der Mitte des Feldes kämpfte sich Tabellenführer Luca Ludwig derweil Position um Position nach vorne, während Verfolger Klaus Bachler im Mittelfeld festhing.

Am Ende landeten die Favoriten auf den Gesamtsieg auf den Rängen fünf und neun.

An der Spitze ließen Alzen und Klingmann nichts mehr anbrennen. Nach dem beabsichtigen Führungswechsel kamen sie nahezu zeitgleich über die Ziellinie und machten den Doppelsieg für BMW perfekt.

Baumann/Klingmann verkürzten mit ihrem Sieg und nun 126 Punkten den Rückstand auf die Spitzenreiter Asch/Ludwig auf 35 Zähler und verdrängten Porsche-Pilot Bachler auf Rang drei (123).

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