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Am Wochenende fällt im ADAC GT Masters die Titelentscheidung. Zusammen mit Experte Patrick Simon analysiert SPORT1 die Chancen der neun Aspiranten. © SPORT1 Grafik: SPORT1/ADAC GT Masters

München - Vor den letzten Rennen in Hockenheim (LIVE auf SPORT1) machen sich noch neun Fahrer Titelhoffnungen. Zusammen mit Experte Patrick Simon analysiert SPORT1 deren Chancen.

Gleich neun Fahrer kämpfen beim letzten Rennwochenende in Hockenheim (1. Rennen, Sa., ab 13 Uhr LIVE im TV auf SPORT1 und im LIVESTREAM) um den Titel im ADAC GT Masters.

Ein Audi-Duo und ein Corvette-Team sind die Favoriten im Titelkampf, doch dahinter lauert die Konkurrenz von Porsche und Mercedes auf ihre Außenseiterchance.

Zusammen mit Kommentator und Experte Patrick Simon analysiert SPORT1 die Chancen der Kandidaten und gibt eine Prognose ab.

Connor de Phillippi und Christopher Mies (Audi) - 146 Punkte:

Patrick Simon: Ihre Titelchancen sind sehr gut. Der Audi ist sehr gut. Das einzige Problem für die Audi-Mannschaft ist, dass sie dieses Jahr erst einen Sieg einfahren konnte. Wenn es also darum geht, beim Saisonfinale in Hockenheim noch einmal einen Sieg einzufahren, könnte es schwierig werden, denn da waren sie bisher schwach. Sollte es am Ende punktgleich mit Daniel Keilwitz und Jules Gounon stehen, gewinnen diese den Titel, weil sie mehr Siege geholt haben. Im Qualifying schwächeln de Philippi und Mies zudem hin und wieder, aber im Rennen zeigt das Fahrerduo seine Klasse und leistet sich kaum einen Fehler.

SPORT1-Prognose: Titelchance 30 Prozent

Jules Gounon und Daniel Keilwitz (Corvette) - 144 Punkte

Simon: In der Vergangenheit war die Corvette eine Macht auf dem Hockenheimring. Das hat sich mit der Umstellung des Modells aber etwas relativiert. Die einstige Stärke der Corvette ist für das letzte Rennen in Hockenheim zur Schwäche geworden. Das Auto ist nun überall gut, aber dadurch nun nicht mehr top in Hockenheim. Am Ende könnten genau die 3 km/h Topspeed auf der Geraden fehlen, um Meister zu werden. De Phillippi und Gounon sind beide Rookies im GT Masters. Wenn einer Nerven zeigt, ist es aber eher de Phillippi als Gounon. Die Gefahr ist, dass sich die Corvette zu sehr auf Audi fokussiert und Porsche der lachende Dritte sein wird.

SPORT1-Prognose: Titelchance 30 Prozent

David Jahn (Porsche) - 116 Punkte:

Simon: Porsche ist das Auto der zweiten Saisonhälfte. Allein drei Siege gab es dabei für Jahn und Estre. Die neue Mannschaft rund um Timo Bernhard hat sich gefunden. Da spielt eventuell die Erfahrung am Ende eine entscheidende Rolle. Mit Roland Kussmaul hat man einen eigentlich pensionierten Porsche-Renningenieur im Team, der so viel Wissen und Finesse mitbringt, dass das am Ende der entscheidende Joker sein könnte. Porsche wird in der Qualifikation stark sein. Wenn der erfahrenere Kevin Estre - der die ersten Rennen verpasste und damit selbst nicht mehr Meister werden kann - keinen Fehler macht, könnte Estre kurioserweise Jahn zum Champion machen.

Sebastian Asch und Luca Ludwig (Mercedes) - 104 Punkte:

Simon: Die Serie bleibt ihrem Gesetz treu. Auch Asch und Ludwig werden es nicht schaffen, ihren Titel zu verteidigen. Sie haben sehr stark angefangen mit einem Samstagssieg in Oschersleben, aber den Titel haben sie dann am Sonntag mit der Strafe hinter dem Safety Car verspielt. Diese sicheren 25 Punkte fehlen jetzt, um überhaupt noch in Schlagdistanz zu sein. Das ist eine starke Paarung, keine Frage – aber ihre Titelchancen tendieren dennoch gegen Null.

SPORT1-Prognose: Titelchance 4 Prozent

Martin Ragginger und Robert Renauer (Porsche) - 98 Punkte

Simon: Die Wahrscheinlichkeit, dass Ragginger und Renauer nicht den Titel gewinnen, ist der Startnummer gleichzusetzen – nämlich 99 Prozent. Dafür haben sie ein sensationelles Jahr in der Creventic hingelegt, wo sie jetzt drei 24-Stunden-Rennen in Folge gewonnen haben. Das ist eine sensationelle Nummer, aber vielleicht hat dadurch etwas die Konzentration auf den Sprinterfolg im GT Masters gefehlt. Ich denke, sie sind bereits am Samstag aus dem Titelrennen heraus.

SPORT1-Prognose: Titelchance 1 Prozent

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