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Der Audi RS7 fuhr fahrerlos und ohne Fernsteuerung über den Hockenheimring

Da staunte auch Bastian Schweinsteiger nicht schlecht: Am Rande des Saisonfinals der DTM hat ein fahrerloser Audi RS7 am Sonntag auf dem Hockenheimring eine Runde im Renntempo zurückgelegt.

Auf dem 4,574 km langen Grand-Prix-Kurs benötigte das Fahrzeug, das die Ingenieure "Bobby" tauften, etwas mehr als zwei Minuten und bewegte sich dabei nach Audi-Angaben "am physikalischen Limit".

Zur Einordnung: DTM-Pole-Setter Miguel Molina (Spanien) hatte im Qualifying in seinem rund 500 PS starken Audi RD 5 DTM 1:33,316 Minuten für eine Runde benötigt - mit einer Durchschnittsgeschwindigkeit von 176,45 km/h.

Die Durchschnittsgeschwindigkeit des Audi RS7 lag bei etwa 130 km/h, ohne Fernsteuerung wohlgemerkt. Weltmeister Schweinsteiger vom FC Bayern hatte die grüne Flagge zum Start geschwungen und sich hinterher beeindruckt gezeigt.

Laut Ulrich Hackenberg, Vorstand für Technische Entwicklung, sind die gewonnenen Erkenntnisse aus dem Versuch für Serienfahrzeuge "gerade in punkto Präzision und Performance für unsere weiteren Entwicklungsschritte sehr wertvoll".

Stolze Audi-Ingenieure:

Für die "hochpräzise und zentimetergenaue" Orientierung auf der Strecke nutzt der Technikträger GPS-Daten, die per WLAN und per Hochfrequenzfunk ins Auto übertragen werden.

Parallel dazu filmen 3D-Kameras im Auto den Kurs ab, ein Rechenprogramm gleicht ihre Bildinformationen mit einem an Bord hinterlegten Datensatz ab. Dadurch kann sich der Technikträger auf der Strecke präzise orientieren. In der Spitze kam das Auto auf 230 Stundenkilometer.

Der Ingolstädter Automobilhersteller kooperiert bei der Weiterentwicklung pilotierter Systeme unter anderem mit der Stanford University.

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