vergrößernverkleinern
DTM German Touring Car Budapest - Qualifying
Vorjahressieger Marco Wittmann will in der neuen Saison seinen Titel verteidigen © Getty Images

Am ersten Maiwochenende beginnt die 29. Saison der DTM am Hockenheimring. SPORT1 liefert alles Wissenswerte zum Saisonstart der erfolgreichen Tourenwagenserie.

Was steht an?

Am 2. und 3. Mai startet die DTM auf dem Hockenheimring in ihre 29. Saison (Samstag, ab 14.45 Uhr im LIVETICKER). Gesucht wird in 18 Läufen an neun Rennwochenenden der Nachfolger von Vorjahresmeister Marco Wittmann (BMW). Insgesamt 24 Piloten kämpfen bis Oktober für Audi, BMW und Mercedes um Punkte und den Titel. Mit dabei sind acht aktuelle und ehemalige Champions der Deutschen Tourenwagen Masters, für die Serie ist dies ein Rekord. (Datencenter: Fahrerfeld)

DTM German Touring Car Budapest - Race
In seiner zweiten DTM-Saison gewann Marco Wittmann den Titel © Getty Images

Wo wird gefahren?

An sechs der neun Rennwochenenden macht der Zirkus in Deutschland Station, darunter traditionell zum Auftakt und zum Abschluss auf dem Hockenheimring. Auslandsstationen sind Zandvoort/Niederlande, Spielberg/Österreich und Moskau/Russland. (Der Rennkalender der DTM)

Gibt es neue Gesichter?

Weniger als in den Vorjahren. Drei Rookies sind die einzigen neuen Gesichter im Grid: Der Brite Tom Blomqvist, Sohn der Rallye-Legende Stig Blomqvist, ersetzte bei BMW den US-Amerikaner Joey Hand.

Bei Mercedes übernahm Maximilian Götz das Cockpit des früheren Formel-1-Piloten Witali Petrow (Russland). Der 21-jährige Österreicher Lucas Auer, Neffe des früheren Formel-1-Stars Gerhard Berger, steuert den achten Mercedes - in der Vorsaison waren die Stuttgarter freiwillig mit nur sieben Wagen angetreten. Nun herrscht unter den drei Herstellern Gleichzahl.

Was ist sonst noch neu?

Einiges. Wegen des rückläufigen Publikumsinteresses hat DTM-Rechteinhaber ITR in Zusammenarbeit mit den Herstellern und nach Befragung der Piloten und Fans einige Reformen beschlossen.

Die wichtigste: Erstmals seit 15 Jahren werden wieder zwei gleichwertige Rennen pro Veranstaltung ausgetragen mit jeweils einem Lauf am Samstag (40 Minuten ohne Reifenwechsel) und am Sonntag (60 Minuten, ein Pflicht-Reifenwechsel). Die vielfach kritisierte weiche Reifenmischung wurde abgeschafft, der harte Reifen zum Einheitsreifen erhoben. Dies soll die Transparenz für die Zuschauer erhöhen.

Die Überholhilfe DRS (verstellbarer Heckflügel) darf 2015 häufiger eingesetzt werden, zudem wurde das Qualifying pro Renntag auf jeweils eine Sitzung à 20 Minuten verkürzt.

DTM German Touring Car Moscow - Race
Mattias Ekström belegte in der vergangenen Saison Platz zwei © Getty Images

Wer ist Favorit?

Niemand. Oder alle. Fast alle Fahrer verweisen darauf, dass die Leistungsdichte enorm hoch sei und sich vor dem Saisonstart in Hockenheim keine seriöse Prognose treffen lasse. Dass acht aktuelle oder ehemalige Meister im Starterfeld stehen, spricht für eine hohe Leistungsdichte.

"Erfolge in der DTM sind wie eine Tüte Milch - sie haben keine lange Haltbarkeit", sagte der Routinier und zweimalige Champion Mattias Ekström (Audi) vor der Saison. Seit Timo Scheider (Audi) im Jahr 2009 konnte kein Meister mehr seinen Titel erfolgreich verteidigen. Zuletzt drückten immer mehr Youngster wie Wittmann oder Pascal Wehrlein (Mercedes), der seit dem Lausitzring 2014 jüngster Rennsieger der DTM ist, der Serie ihren Stempel auf. 

teilentwitternteilenE-MailKommentare
Bitte bewerten Sie diesen Artikel