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Pascal Wehrlein
Für Pascal Wehrlein ist die Funkaffäre abgeschlossen © Getty Images

Das harte Urteil in der "Funkaffäre" durch den Deutschen Motor Sport Bund (DMSB) mit Sperren, Punktabzügen und einer hohen Geldstrafe gegen die Verantwortlichen von Audi ist in der DTM auf breite Zustimmung gestoßen.

Mercedes-Pilot Pascal Wehrlein, der am 2. August beim zehnten Saisonlauf in Spielberg Opfer des "Abschusses" durch Audi-Pilot Timo Scheider auf Befehl von Motorsportvorstand Wolfgang Ullrich ("Timo, schieb ihn raus") war, erklärte, den verlorenen Punkten nicht mehr nachzutrauern.

"Ich habe es mir nicht gewünscht, die Punkte am grünen Tisch zurückzubekommen. Ich will mir die Punkte auf der Strecke zurückholen. Es war eine unfaire Aktion von zwei Personen. Aber der Fall ist für mich jetzt abgehakt", sagte der 20 Jahre alte Mercedes-Pilot vor dem Qualifying zum elften Lauf in Wolokolamsk am Samstag in der ARD. Seinen Worten ließ er Taten folgen: Im Qualifying sicherte er sich den zweiten Platz.

"Audi hat die Strafe akzeptiert. Damit hat sich gezeigt, dass die Strafe als gerecht empfunden wird", erklärte DTM-Chef Hans-Werner Aufrecht und verwies darauf, dass die Angelegenheit damit abgeschlossen sei.

Mercedes-DTM-Leiter Ulrich Fritz stimmte dem DMSB-Urteil in weiten zu, bedauerte aber auch, "dass es für die Opfer dieser Aktion keine Wiedergutmachung gibt." Wehrlein und sein Markenkollege Robert Wickens belegten die Plätze sechs und sieben, als sie von Scheider von der Strecke befördert wurden.

Am Mittwoch wurde Ullrich durch das DMSB-Sportgericht bis zum Saisonende gesperrt, Scheider das Startrecht für Rennwochenende in Wolokolamsk entzogen. Audi wurde mit der DTM-Rekordstrafe von 200..000 Euro belegt, zudem wurden dem Ingolstädter Hersteller alle 62 erzielten Punkte beim zehnten Saisonlauf aberkannt. 

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