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Der Mercedes-Pilot holt sich nach der Funkaffäre die Gesamtführung zurück. Er profitiert vom Unfall des bisherigen Leaders. Der Crash sorgt im Anschluss für Diskussionen.

Im ersten DTM-Rennen nach der "Funkaffäre" hat Mercedes-Pilot Pascal Wehrlein (Worndorf) die Antwort auf die verlorenen Punkte aus dem Skandalrennen von Spielberg gegeben und die Führung in der Gesamtwertung zurückerobert. Beim elften Saisonlauf in Wolokolamsk vor den Toren Moskaus feierte der Formel-1-Ersatzfahrer seinen zweiten Saisonsieg vor Titelverteidiger Marco Wittmann (Markt Erlbach/BMW) und dessen Markenkollegen Bruno Spengler (Kanada).

Mit 119 Punkten liegt der 20-jährige Wehrlein in der Gesamtwertung nach elf von 18 Rennen nun acht Punkte vor dem bisherigen Leader Mattias Ekström (Schweden), der nach einem kapitalen Crash mit BMW-Pilot Timo Glock (Wersau) in der elften Runde ausschied. Ekström wurde daraufhin von der Rennleistung in der Startaufstellung für das Rennen am Sonntag um drei Plätze zurückversetzt.

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Zoff auf Twitter

Das Duell Ekström gegen Glock ging nach dem Rennen in die nächste Runde. "Ich war viel schneller als Timo. Er hatte offenbar keinen Bock, Platz zu lassen", sagte Ekström in der ARD. Audi twitterte, der Schwede sei in der Unfallkurve "direkt neben" Glock gewesen. In Glocks Twitter-Account erschienen bald darauf die Konter "Genau, deswegen ist auch mein Heck kaputt" und "Schau dir das Rennen von Wehrlein an und lerne, du Idiot! Wir dumm muss man sein, in dieser Kurve zu überholen!"

Gegen 17.30 Uhr waren die Tweets in der Timeline verschwunden, aber immer noch über die Option Tweets und Antworten aufrufbar. Glock war für eine Stellungnahme zunächst nicht zu erreichen, ein BMW-Sprecher bestätigte aber die Echtheit der Äußerungen: "Das sind Timos Tweets. Wir verhängen unseren Fahrern keine Maulkörbe. Das ist eine Sache zwischen Timo und Mattias. Wir haben unsere Sicht der Dinge, Mattias offensichtlich eine andere."

Wehrlein geht kein Risiko

"Als ich mitbekommen habe, dass Ekström raus ist, wollte ich Wittmann nicht mit zu viel Risiko überholen", sagte Wehrlein. Obwohl er deutlich schneller war, konnte er Pole-Setter Wittmann erst nach 20 von 24 Runden passieren.

Beim vorherigen Lauf am 2. August in Spielberg hatte Audi-Pilot Timo Scheider den Kanadier Robert Wickens (Mercedes) auf Funk-Befehl von Audi-Motorsportvorstand Wolfgang Ullrich von der Strecke befördert. In einer Kettenreaktion war auch der vor Wickens fahrende damalige DTM-Spitzenreiter Wehrlein im Kies gelandet.

Am vergangenen Mittwoch bekam Ullrich durch das Sportgericht des Deutschen Motorsport Bundes (DMSB) ein Boxengassenverbot bis zum Saisonende, Scheider wurde für das Rennwochenende in Wolokolamsk gesperrt. Audi wurde mit der DTM-Rekordstrafe von 200.000 Euro belegt, zudem wurden dem Hersteller alle 62 erzielten Punkte des zehnten Saisonlaufs aberkannt.

Am Sonntag (15.10 Uhr) wird auf dem Moskau Raceway auch das zwölfte von 18 Rennen der Saison ausgetragen. Das Qualifying beginnt um 12.25 Uhr.

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