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DTM German Touring Car Oschersleben - Qualifying
Timo Scheider wurde 2008 und 2009 DTM-Champion © Getty Images

München - Timo Scheider spricht über schwere Wochen nach dem Audi-Skandal von Spielberg. Das Gespräch mit den Mercedes-Piloten sucht er nicht. Seine Vorbildfunktion sei weiter intakt.

Audi-Pilot Timo Scheider hat erstmals seit dem DTM-Skandal im österreichischen Spielberg gegenüber Medienvertretern Stellung bezogen.

"In 25 Jahren Motorsportkarriere waren das die bittersten Tage, die ich erlebt habe", sagte der 36-Jährige über die Wochen nach dem Österreich-Rennen: "Es waren die Tage des passiven Zuschauens. Wehrlos ausgesetzt zu sein und nicht agieren zu können, war nicht wirklich wunderschön. Das waren Momente, die schmerzhaft waren."

Scheider rammte in Spielberg auf Anweisung des Audi-Sportchefs Wolfgang Ullrich die beiden Mercedes-Piloten Pascal Wehrlein und Robert Wickens von der Strecke. Ullrich wurde für den Rest der Saison gesperrt, Scheider musste bei den Rennen in Moskau zuschauen: "Es war sehr hart, sein eigenes Auto in Moskau fahren zu sehen und nicht eingreifen zu können."

Vor dem Rennwochenende in Oschersleben sieht er auf SPORT1-Nachfrage allerdings keinen Anlass für klärende Gespräche mit den betroffenen Mercedes-Piloten: "Ich habe mich für die Situation entschuldigt, dass es mit der Berührung blöd gelaufen ist und dass es mit den Auswirkungen so nicht hätte passieren dürfen. Dabei bleibt es auch."

Sorge, seine Vorbildfunktion verloren zu haben, macht sich der zweimalige DTM-Champion allerdings nicht. "Ich bin und bleibe der Gleiche wie vorher auch", versicherte Scheider: "Wenn man das Thema ein bisschen sensibel angeht und sieht, was sich ein Timo Scheider in 25 Jahren an großen Missgeschicken geleistet hat, kommt man sehr schnell darauf, dass da nicht viel ist, was man ihm vorwerfen kann."

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