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Mattias Ekström und Pascal Wehrlein
Mattias Ekström im Audi (l.) möchte verhindern, dass Pascal Wehrlein jüngster DTM-Champion aller Zeiten wird © dpa Picture Alliance

München - Audi gibt im Titelkampf mit Pascal Wehrlein noch nicht auf. Dass zwei Audi-Fahrer die Chance auf den Titel haben, sieht Mattias Ekström bei SPORT1 positiv.

Sie haben keine Chance, aber die wollen sie nutzen.

So ungefähr ist die Stimmungslage bei Audi vor den letzten beiden Saisonrennen der DTM am kommenden Wochenende auf dem Hockenheimring (2. Freies Training, Sa. ab 9 Uhr im LIVESTREAM).

37 beziehungsweise 38 Punkte beträgt der Rückstand von Edoardo Mortara und Mattias Ekström auf Spitzenreiter Pascal Wehrlein im Mercedes. (DATENCENTER: Fahrerwertung).

Mortara oder Ekström brauchen mindestens einen Sieg in einem der beiden Rennen an Samstag und Sonntag, um Wehrlein den Titel noch streitig machen zu können.

Und selbst wenn Mortara oder Ekström triumphieren sollten, reicht dem Mercedes-Rivalen bereits Rang drei zum vorzeitigen Gewinn der Gesamtwertung.

Ekström setzt auf Dreikampf

Doch daran verschwenden die beiden Audi-Piloten vor dem Showdown keinen Gedanken.

"Wenn du noch eine Chance hast, musst Du kämpfen", sagte Mortara auf einer Telefon-Pressekonferenz am Mittwoch.

Auch Ekström glaubt noch an ein Happy End. "Realistisch muss man ab und zu sein. Aber in diesem Fall möchte ich nicht realistisch sein. Wenn man immer realistisch ist, wird das Leben auch langweilig", sagte der zweimalige DTM-Champion aus Schweden.

Mattias Ekström und Edoardo Mortara
Mattias Ekström und Edoardo Mortara © Imago

Und da Vollblut-Racer Ekström alles andere als ein Langweiler ist, hat er schon eine genaue Vorstellung vom idealen Final-Wochenende für Audi.

"Schön wäre es, wenn wir am Samstag auf den Plätzen eins und zwei ins Ziel kämen und am Sonntag dann immer noch eine Chance hätten, mit unserem Konkurrenten um den Titel zu kämpfen."

Ekströms Hoffnung dabei: Dass Wehrlein "einen oder zwei schlechte Tage" erwischt.

"Für die Unterhaltung" sei es doch das Beste, wenn es am Sonntag noch zu einem echten Dreikampf um den Titel käme, fügte Ekström hinzu.

Hilfe für Teamkollegen vorstellbar

Was Ekström in seinem Traum bestärkt: Im vergangenen Jahr fuhr er auf dem Hockenheimring zum Sieg.

Und sollte im letzten Rennen nur noch sein Markenkollege die Chance auf den Titel haben, wäre er sich auch nicht zu schade, ihn zu unterstützen.

Taktisch gesehen ist es für Audi nicht so ganz einfach, dass das Team nicht weiß, auf welches Pferd es im Titelkampf setzen soll: Ekström oder Mortara.

Doch der Schwede sieht es positiv, dass beide Teamkollegen noch Chancen auf den Titel haben. "Dieses Jahr haben wir zusammen viel Spaß gehabt. Wir hatten einen harten, aber fairen Kampf. Ich finde es gut, dass wir eine starke interne Konkurrenz haben", sagte der 37-Jährige auf SPORT1-Nachfrage.

Dass sich die beiden Piloten einen so harten Fight auf hohem Niveau liefern konnten, habe auch am "fantastischen Auto" gelegen: "Aber in der Abstimmung haben wir nicht immer Volltreffer gelandet."

Das soll am Hockenheimring besser werden.

Damit Ekströms Traum Realität wird.

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