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Drei Siege in Folge: Jamie Green galt eins als Mr. Norisring
Drei Siege in Folge: Jamie Green galt eins als Mr. Norisring © xpbimages.com

Jamie Green und Mattias Ekström grübeln, wieso Mercedes am Norisring traditionell stark ist - Viel Respekt vor den Stuttgartern, aber auch viel Zuversicht

Jamie Green galt einst als Mr. Norisring, weil er auf dem tückischen Stadtkurs innerhalb von fünf Jahren vier Siege und einen zweiten Platz einfahren konnte. Allerdings war das noch zu einer Zeit, in der er für Mercedes auf Titeljagd ging. Seitdem er bei Audi fährt, konnte der Brite keinen weiteren Triumph folgen lassen. Denn im Grunde ist es vor allem die Marke mit dem Stern, die in Nürnberg unschlagbar scheint.

Seit 2002 haben die Stuttgarter kein Rennen mehr auf dem Norisring verloren, sodass selbst der sonst so erfolgreiche Green keine überzogenen Erwartungen stellt. "Ich wäre auch mit der Top 3 relativ zufrieden, sagt er, schielt aber insgeheim doch auf den Sieg. Doch er weiß, dass Mercedes wohl wieder schwierig zu schlagen sein wird, denn Audi scheint in Nürnberg nicht sonderlich gut zurechtzukommen. "Unser Auto ist gut für die normalen Rennstrecken, aber nicht 100 Prozent perfekt für den Norisring", sagt er.

Woran das liegen könnte, versucht sein Markenkollege Mattias Ekström zu erklären. "In der Vergangenheit haben es unsere Kollegen aus Stuttgart relativ gut verstanden, wenn es um die Abstimmung geht", meint der Schwede, wieso Mercedes in Nürnberg so stark ist. "Man braucht ein Auto, das auf der Bremse fantastisch gut ist - und das nicht nur über eine oder zwei Runden, sondern über das gesamte Rennen. Und aus der ersten und letzten Kurve heraus benötigt man auch gute Traktion."

Das scheinen die Sterne gut in den Griff zu bekommen, also kann die Konkurrenz höchstens im Schöller-S punkten, wie der Schwede meint. "Über die Jahre hat man dort andere Autos besser gesehen, aber am Ende zählt die Rundenzeit und die Konstanz im Rennen. Über die 15, 16 Jahre, wo ich hier bin, waren die einfach die Besseren. Das muss man so sagen", gibt Ekström zu, der zumindest 2013 den einzigen Audi-Erfolg der vergangenen Jahre einfuhr, aufgrund der Wasser-Affäre allerdings disqualifiziert wurde - und somit wieder ein Mercedes am besten platziert war.

Im Vorjahr konnte Mercedes ebenfalls beide Rennen für sich entscheiden, hatte dabei allerdings den Vorteil des leichten Autos. Nun wittert die Konkurrenz Morgenluft: "Ich würde sagen, dass wir ohne Frage nähergekommen sind, aber wie üblich im Sport zählt immer nur, wer den größten Pokal mit nach Hause nimmt", sagt Ekström. "Ich bin positiv und freue mich darauf, denn ich habe gute Erinnerungen an den Sonntag." Dort gab es Rang vier, diesmal darf es gerne mehr sein.

© Motorsport-Total.com

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