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Timo Glock ist mit dem DMSB in letzter Zeit alles andere als zufrieden
Timo Glock ist mit dem DMSB in letzter Zeit alles andere als zufrieden © xpbimages.com

Timo Glock erklärt seine Kritik an der DTM und legt noch einmal nach - Der ehemalige Formel-1-Pilot befürchtet, dass die Serie ihre Fans verlieren könnte

Timo Glock sorgte am Samstagabend für Aufsehen, als er die Regeln der DTM via Twitter öffentlich als "größten Witz" bezeichnete - und sich damit mit dem Deutschen Motor Sport Bund (DMSB) anlegte. Nun ist klar: Die Aktion war nicht etwa eine Kurzschlussreaktion, nachdem Glock im Samstagsrennen auf dem Norisring eine Strafe aufgebrummt bekam, weil er sein DRS in einer Runde einmal zu oft aktivierte. Vielmehr geht es dem ehemaligen Formel-1-Piloten um die Wahrnehmung der DTM bei den Fans.

"Es geht um das Verständnis und den Sinn so einer Regel", erklärt Glock auf Nachfrage von 'Motorsport-Total.com'. "Darum geht es mir, nicht um meine Position. Ob ich 14. oder 21. bin ist völlig egal. Es geht darum, dass es ein völliger Schwachsinn ist, was da entschieden wird", ärgert sich der 34-Jährige, der bereits in Hockenheim seinen zweiten Platz verlor, weil er nachträglich disqualifiziert wurde.

Damals wich sein Heckdeckel um 1,9 Millimeter von der vorgeschriebenen Toleranz ab. "Das kann ich eher akzeptieren als so eine Strafe", erklärt der BMW-Pilot und meint mit einem Augenzwinkern: "Ich könnte ja auch das ganz Rennen anfechten und sagen: 'Ich hätte vielleicht in die Punkte fahren können mit 32 Runden DRS.' Das mache ich ja auch nicht."

"Das sind für mich Regelentscheidungen, die für mich nicht einmal im Ansatz nachvollziehbar sind, und die diese Meisterschaft leider in ein schlechtes Licht rücken. Da wird sich der DMSB ganz klar seine Gedanken drüber machen müssen", fordert Glock, an dessen Auto das DRS am Samstag 32 Runden lang nicht funktionierte. "Das kann man eine Kirmesveranstaltung nennen. Das darf nicht passieren! Nicht bei so einer Meisterschaft!", wettert er.

"Ich bin noch einmal hingegangen (zum DMSB; Anm. d. Red.) und habe mir erklären lassen, warum ich eine Strafe bekomme, wenn ein System nicht funktioniert, was nicht meine Schuld ist", berichtet Glock und ergänzt: "Das sind Dinge, die können nicht sein. Das kann man dem Zuschauer gar nicht erklären, dass ich dran schuld bin, wenn das System nicht funktioniert, für das der DMSB verantwortlich ist. Das ist ja eine Lachnummer!"

Beim DMSB wehrt man sich gegen die Anschuldigung von Glock allerdings. Von dort heißt es, dass ein Problem mit der Antenne am BMW des 34-Jährigen vorgelegen hätte, für das ausschließlich das Team verantwortlich sei. Ein elektronisches Problem mit dem System habe es am Samstag nicht gegeben.

© Motorsport-Total.com

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