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Zwei Reifenschäden kosten Mercedes in Zandvoort wertvolle Punkte. Jamie Green feiert einen ungefährdeten Sieg. Marco Wittmann verteidigt die Gesamtführung.

Nach seiner Gala-Vorstellung schrie Jamie Green seine Freude heraus und fiel seinen jubelnden Mechanikern triumphierend in die Arme. Mit einer fehlerfreien Vorstellung hat der britische Audi-Pilot das zehnte Saisonrennen der DTM in Zandvoort gewonnen und in der umkämpften Meisterschaft ein echtes Ausrufezeichen gesetzt.

Der 34-Jährige, der seinen 13. DTM-Sieg feierte, verwies von der Pole Position startend Gary Paffett (Großbritannien/Mercedes) und Edoardo Mortara (Italien/Audi) auf die Plätze und ist in der Gesamtwertung nun Zweiter.

"Es war hart - gerade am Anfang. Ich hatte echt ein wenig Sorge, dass es mit dem Sieg nichts werden würde", sagte der überglückliche Green in der ARD: "Aber nach dem Boxenstopp hat es perfekt geklappt, mit dem zweiten Reifensatz kam ich viel besser zurecht und war am Ende sehr konstant."

Drama um Wickens und Vietoris

Drama gab es in der Schlussphase hingegen bei Mercedes. 

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Der bis dato Zweitplatzierte Wickens fuhr wenige Minuten vor Fallen der Zielflagge nach einem plötzlichen Reifenschaden ins Gras und fiel mit beschädigtem Auto weit zurück. Fast zeitgleich fiel auch der viertplatzierte Christian Vietoris mit beschädigtem Reifen aus und sorgte so für Trauer bei Mercedes. 

"Es ist sehr bitter, wir waren sehr, sehr gut im Rennen. Auf die Art und Weise so viele Punkte zu verlieren, ist sehr schade", sagte Ulrich Fritz, DTM-Teamchef bei Mercedes.

Wittmann verteidigt Gesamtführung

Sieger Green steht bei nun 98 Punkten und liegt damit vor den kommenden Rennen in Moskau (19. bis 21 August) nur noch knapp hinter Spitzenreiter Marco Wittmann (BMW).

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Der Ex-Champion wurde im Rennen Vierter und hat 105 Zähler auf dem Konto. "Ich wollte Punkte mitnehmen, das hat geklappt. Wenn die anderen Reifenschäden haben, ist das nicht unser Problem. Die Meisterschaft bleibt weiter eng", sagte Wittmann nach dem Rennen.

Derlei Probleme hatten Green und Co nicht. Nach dem Pflichtboxenstopp blieb der Brite knapp vor dem bis dahin ebenfalls sehr schnellen Wickens und fuhr in der Folge auch durch geschickte Überholmanöver einen immer größer werdenden Vorsprung heraus.

Mortara kontert Fehlentscheidung

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Hinter dem dominanten Briten fuhr auch der 29 Jahre alte Mortara fehlerfrei und gab die passende Antwort auf eine Fehlentscheidung der DTM-Rennleitung.

Diese hatte Mortara im Rennen am Samstag fälschlicherweise mit einer Durchfahrtsstrafe belegt und den Italiener damit um alle Chancen gebracht. Er bleibt in der Gesamtwertung mit nun 88 Punkten Dritter.

Überhaupt hatte die DTM an diesem Wochenende einige technische Probleme. Im Rennen am Sonntag durfte das wichtige DRS-System in den ersten 13 Minuten nicht eingesetzt werden, weil die Zeitnahme die Abstände zwischen den Fahrzeugen zwischenzeitlich nicht übermittelte.

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