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Kann Robert Wickens in Zandvoort seinen ersten Saisonsieg holen?
Kann Robert Wickens in Zandvoort seinen ersten Saisonsieg holen? © xpbimages.com

Robert Wickens beschert Mercedes die erhoffte Pole-Position in Zandvoort - Marco Wittmann in Startreihe eins - Jamie Green bester Audi-Pilot auf Startplatz fünf

Mercedes hat seine Favoritenrolle beim ersten Qualifying in Zandvoort bestätigt. Robert Wickens (HWA-Mercedes) sicherte sich mit einer Zeit von 1:30.727 Minuten die Pole-Position. Auch in den beiden Trainings zuvor hatten die Stuttgarter die Nase bereits vorne. Rang zwei ging an Marco Wittmann (RMG-BMW/+0,116 Sekunden), der wieder einmal bester BMW-Pilot war. In Reihe zwei stehen mit Christian Vietoris (HWA/+0,130) und Gary Paffett (ART/+0,220) zwei weitere Mercedes-Fahrer.

"Es ist ziemlich emotional. Im vergangenen Jahr hatte ich hier einen der Tiefpunkte meiner Karriere. In diesem Jahr haben wir das Ruder herumgerissen. Ich kann den Jungs gar nicht genug danken", freut sich Wickens, der allerdings warnt: "Am Nachmittag müssen wir auch noch unseren Job erledigen. Es kann noch immer eine Menge schiefgehen, wir haben es noch nicht im Sack."

Wittmann ist derweil "mit dem Ergebnis auf jeden Fall zufrieden" und erklärt: "Vor allem wenn man bedenkt, dass wir am Freitag kaum zum Fahren gekommen sind, haben wir viel Zeit aufgeholt. Das Auto war ziemlich gut. Es hätte hier und da vielleicht etwas besser sein können, und in meiner letzten Runde hatte ich im letzten Sektor Verkehr mit Mike. Aber ich bin zufrieden."

Audi kann nicht mithalten

Christian Vietoris ärgert sich, dass er die erste Reihe um nur 0,014 Sekunden verpasste und verrät: "Natürlich bin ich zufrieden, es ist eine gute Ausgangslage. Aber ich hätte mir natürlich gewünscht, in der ersten Reihe zu stehen. Das Auto war heute gut. Mir ist auch eine gute Runde gelungen, aber so ein halbes Zehntel kann man immer irgendwo rausquetschen. Das wäre heute drin gewesen. Aber unter dem Strich bin ich zufrieden."

Dahinter sortierten sich mit Jamie Green (Rosberg-Audi/+0,226) und Edoardo Mortara (Abt-Audi/+0,372) die beiden besten Audi-Piloten ein. Die Ingolstädter hatten die schwersten Autos im Feld, was vermutlich einen Einfluss auf die verhältnismäßig durchwachsene Audi-Leistung hatte. "Wir sind hier nicht so stark", räumt Green ein und ergänzt: "Mein Ziel sind die Top 5. Damit wäre ich heute zufrieden."

Rookie Esteban Ocon (ART-Mercedes/+0,417), der noch komplett ohne Punkte dasteht, qualifizierte sich auf einem guten siebten Platz und könnte damit die ersten Zähler seiner DTM-Karriere anpeilen. Dahinter landeten in einem sehr engen Mittelfeld Vorjahressieger Antonio Felix da Costa (Schnitzer-BMW/+0,422), Mattias Ekström (Abt-Audi/+0,437) und Timo Glock (RMG-BMW/+0,446)

Kleinholz im Mittelfeld

Maximilian Götz (HWA-Mercedes/+0,662) legte zu Beginn der 20-minütigen Session einen spektakulären Dreher inklusive Einschlag in der Streckenbegrenzung hin. Er qualifizierte sich am Ende auf Startplatz 15. Einen weiteren Zwischenfall gab es in der Schlussminute, als es zu einer Berührung zwischen Bruno Spengler (MTEK-BMW/+0,899) und Augusto Farfus (RBM-BMW/1,184) kam. Die Rennkommissare sahen sich den Vorfall noch einmal an, sprachen allerdings keine Strafe aus.

Auf jeden Fall drei Plätze nach hinten muss Mike Rockenfeller (Phoenix-Audi/+0,614), der sich auf Rang 14 qualifizierte. Er hatte am Norisring eine Kollision mit Teamkollege Timo Scheider verschuldet. Miguel Molina (Abt-Audi/0,938), der 18. wurde, muss sogar fünf Plätze nach hinten. Er handelte sich seine dritte Verwarnung in der laufenden Saison ein, weil er im zweiten Training zu schnell durch eine Slowzone fuhr.

Das Rennen über 40 Minuten plus eine weitere Runde startet um 18:05 Uhr. Einen Pflichtboxenstopp gibt es nicht, weshalb die Piloten auf der Strecke überholen müssen, wenn sie nach vorne kommen wollen.

© Motorsport-Total.com

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