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Manuel Reuter erklärt, warum es in der DTM aktuell so hart zur Sache geht
Manuel Reuter erklärt, warum es in der DTM aktuell so hart zur Sache geht © xpbimages.com

Manuel Reuter glaubt, dass die engen Abstände in der DTM dazu führen, dass die Piloten sich auf und auch abseits der Strecke härter bekämpfen als je zuvor

Die DTM ist in der Saison 2016 eng wie nie. In den ersten zehn Rennen des Jahres gab es neun verschiedene Sieger, und dementsprechend offen ist die Meisterschaft nach der ersten Saisonhälfte. Marco Wittmann führt die Tabelle aktuell mit 105 Zählern an, es folgen Jamie Green (98 Punkte) und Edoardo Mortara (88). Ebenfalls auffällig sind neben den Fights auf der Strecke die zahlreichen Verbalattacken in diesem Jahr. Von "Clown" bis "Arschloch" wurde dabei gefühlt kaum eine Beleidigung ausgelassen.

Ex-DTM-Pilot Manuel Reuter erklärt im Gespräch mit der 'ARD': "Ich würde nicht sagen, dass die Rivalität größer geworden ist - es ist nur verdammt eng geworden. Man muss sich nur anschauen, wie viele verschiedene Sieger wir haben. Auch (die Unterschiede; Anm. d. Red.) von Samstag auf Sonntag. Wenn du dein Paket in der Qualifikation nicht zu 100 Prozent auf den Punkt bringst und unter den ersten Sechs stehst, dann geht nicht mehr viel."

"Dann kannst du nur noch die Brechstange auspacken, aber das funktioniert halt nicht", so Reuter, der Mattias Ekström als Negativbeispiel nennt. Der Schwede habe in der ersten Saisonhälfte "das ein oder andere dumme Manöver" geritten. "Der Eki teilt ja auch gerne aus. Dann muss er sich nicht wundern, wenn er das zurückbekommt - sowohl verbal als auch auf der Strecke", sagt Reuter.

So wurde Ekström von Christian Vietoris nach dem ersten Rennen auf dem Norisring als "Arschloch" bezeichnet, nachdem der Audi-Pilot Vietoris und dessen Mercedes-Markenkollegen Robert Wickens abgeräumt hatte. Kein Einzelfall in diesem Jahr. "Die 'Feindschaften' werden größer", glaubt Reuter. "Deswegen werden momentan alle legalen Mittel angewendet, um sich irgendwo einen kleinen Vorteil zu verschaffen."

Vietoris musste für seinen verbalen Aussetzer 3.000 Euro Strafe zahlen, andere Piloten kamen straffrei davon. So bekamen sich in Spielberg beispielsweise Gary Paffett und Timo Scheider in die Haare, und auch Ekström selbst sorgte zu Beginn der Saison für etwas Aufregung, als er einige jüngere DTM-Kollegen als "Clowns" bezeichnete und ihnen die nötige Klasse für die Serie absprach.

© Motorsport-Total.com

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