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Edoardo Mortara wurde am Samstag um die Chance auf Punkte gebracht
Edoardo Mortara wurde am Samstag um die Chance auf Punkte gebracht © ITR

Edoardo Mortara wird in Zandvoort durch eine Fehlentscheidung um acht wichtige Punkte im Titelkampf gebracht - Am Sonntag funktioniert das DRS zunächst nicht

Es war der wohl größte Aufreger des DTM-Wochenendes in Zandvoort: Edoardo Mortara erhielt im Samstagsrennen eine Strafe, die ihn wertvolle Punkte in der Meisterschaft kostete. Der Audi-Pilot lag auf Rang sechs, als ihm eine Durchfahrtsstrafe aufgebrummt wurde, die sein Rennen effektiv beendete. Er beendete das Rennen nur auf Platz 17 und verlor damit acht wichtige Zähler im Kampf um den Titel. Besonders bitter: Die Strafe wurde wohl durch ein fehlerhaftes GPS ausgelöst.

Mortara soll zu schnell durch eine Slowzone gefahren sein, doch in der 'ARD' versichert er: "Ich habe mein System sogar schon vor der Linie aktiviert und es erst danach wieder deaktiviert." Bereits während des Rennens bezeichnete der Italiener die Entscheidung im Boxenfunk als "Witz". Die TV-Bilder bestätigen Mortaras Aussage. Dass das GPS der Rennleitung etwas anderes sagte, lässt darauf schließen, dass das System in Zandvoort ungenau arbeitete.

Mortara und Markenkollege Nico Müller waren die Leidtragenden. Bemerkt wurde der Fehler erst nach dem Samstagsrennen. Da war es für Mortara bereits zu spät. "Bei der Nutzung des GPS zur Ermittlung der Geschwindigkeiten in der Slowzone ist es [...] zu Unstimmigkeiten gekommen. Wie die Auswertung der Daten von Edoardo Mortara und Nico Müller ergeben hat, gibt es möglicherweise Abweichungen zwischen den Fahrzeugdaten des Abt-Teams und den Messdaten des GPS-Systems, das dem DMSB von einem Dienstleister zur Verfügung gestellt wird", heißt es auf 'DTM.com'.

"Es gibt bei einer Drive-Through keine Möglichkeit, das von der Rennleitung wieder zurückzunehmen", heißt es vom Deutschen Motor Sport Bund (DMSB) dazu. Mit anderen Worten: Mortara und Audi müssen mit der Fehlentscheidung und dem damit verbundenen Punktverlust leben. "Wenn das System uns eine Geschwindigkeitsübertretung meldet, ist eine sofortige Bestrafung unumgänglich", heißt es vom DMSB weiter.

"Das darf nicht passieren, und ich glaube, dass wissen die Verantwortlichen auch sehr genau", kritisiert TV-Experte Norbert Haug. "Ich bin mir sicher, dass das hochpräzise untersucht wird", erklärt der langjährige Mercedes-Motorsportchef und fordert: "Für das nächste Mal muss sichergestellt werden, dass die Entscheidung zu 100 Prozent stimmt. Sonst müssen die Slowzones weg, und es gibt nur noch gelbe Flaggen und Safety-Car."

Auf Twitter schrieb Mortara am Samstag nach dem Rennen, dass er "beraubt" worden sei. Auffällig: Im Rennen am Sonntag gab es erneut technische Probleme. So war in den ersten Runden für keinen Fahrer das DRS nutzbar, weil die Zeitnahme die Abstände zwischen den Fahrzeugen nicht übermittelte. Immerhin konnte dieses Problem nach einigen Minuten behoben werden, ohne dass es zu weiteren strittigen Entscheidungen kam.

© Motorsport-Total.com

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