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Eine schnelle Rundenzeit kann durch Sand auf der Strecke schnell zerstört werden
Eine schnelle Rundenzeit kann durch Sand auf der Strecke schnell zerstört werden © xpbimages.com

Entscheidet das Wetter an diesem Wochenende über Sieg und Niederlage? Der Wind in Zandvoort könnte vor allem das Qualifying maßgeblich beeinflussen

Rennen in Zandvoort sind immer etwas Besonderes. Der Circuit Park grenzt direkt an den Strand, weshalb der Seewind regelmäßig Sand auf die Strecke wirbelt. Das ist für die DTM-Piloten ein echtes Problem, denn eine schmutzige Strecke bedeutet automatisch eine schlechtere Rundenzeit. "Es hat teilweise schon einen Einfluss", weiß BMW-Pilot Marco Wittmann und erklärt: "Gerade im Qualifying kann es von Runde zu Runde einen Unterschied geben, der entweder positiv oder negativ ist."

"Vor allem, wenn viel Wind herrscht und der Sand von den Dünen auf die Strecke geweht wird, hat man immer wieder mit wechselnden Bedingungen zu kämpfen", weiß der DTM-Champion von 2014 und erklärt: "Von daher muss man sich schnell anpassen und hoffen, dass man eine saubere Strecke und die richtigen Windbedingungen hat. Das ist natürlich eine zusätzliche Herausforderung."

Weil die Fahrer diese Faktoren aber logischerweise nicht selbst in der Hand haben, könnte das Qualifying zu einer echten Lotterie werden. Audi-Pilot Nico Müller erklärt: "Es kann sein, dass man einen super ersten und zweiten Sektor hinbekommt. Dann kommt man in die letzten beiden Kurven, und plötzlich liegt da ein bisschen Sand. Man verliert etwas Bodenhaftung und schon ist ein Zehntel weg."

"Und wir wissen, wie viel das in der DTM in der Startaufstellung ausmachen kann", erinnert der Schweizer an das enge DTM-Feld. Er geht davon aus, dass ein Zehntel in Zandvoort "mindestens drei, vier Plätze" in der Startaufstellung ausmacht. Und weil das Überholen in der DTM sowieso nicht einfach ist, könnte dadurch auch im Hinblick auf das Rennen bereits eine kleine Vorentscheidung fallen.

Ein weiteres Problem mit Wind und Sand schildert Mercedes-Pilot Christian Vietoris: "Man bekommt den Sand teilweise ins Auto beziehungsweise auch in die Augen. Gerade in den ersten zwei, drei Runden, in denen alle eine unterschiedliche Linie fahren, um ihren Platz auf der Strecke zu finden, wird relativ viel Sand und Dreck aufgewirbelt. Das stört mich am meisten."

"Am Beginn des Wochenendes, speziell am Freitag, lernt man nicht so viel, weil man auf der Strecke andere Bedingungen hat als im Qualifying und im Rennen am Samstag", ergänzt Audis Mattias Ekström und erklärt: "Wenn es windig ist, dann spürt man das auf dieser Strecke." Trotzdem glaubt der Schwede, dass das "im Großen und Ganzen" keinen großen Unterschied machen wird.

"Natürlich ist es mit dem Sand ein bisschen schwieriger für uns Fahrer, die Autos zu fahren, aber am Ende ist es für alle das Gleiche", erklärt auch Markenkollege Edoardo Mortara. "Wir kommen jedes Jahr nach Zandvoort und wissen, wie die Situation aussieht. Es gibt am Freitag ein bisschen weniger Grip, am Samstag und Sonntag ein bisschen mehr. Das wissen wir, das ist nichts Neues für uns."

© Motorsport-Total.com

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