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Pascal Wehrlein gewann in der Saison 2015 den Meistertitel in der DTM
Pascal Wehrlein gewann in der Saison 2015 den Meistertitel in der DTM © xpbimages.com

Pascal Wehrlein war sich lange Zeit nicht sicher, ob sein Wechsel in die DTM die richtige Entscheidung war - Letztendlich zahlte sich der riskante Schritt aber aus

Pascal Wehrlein hat sich in diesem Jahr seinen Traum erfüllt: Der amtierende DTM-Champion schaffte mit dem Mercedes-Kundenteam Manor den Sprung in die Formel 1. Doch obwohl der Deutsche bereits seit einigen Jahren die Unterstützung der Stuttgarter genießt, war es keinesfalls klar, dass sein Weg ihn eines Tages in die Königsklasse führen würde. Im Gespräch mit 'Motorsport-Total.com' verrät der 21-Jährige, dass sein Wechsel in die DTM ein großes Risiko mit sich brachte.

"Ich glaube, dass es einfach schwierig ist, aus einer Tourenwagen-Serie wieder zurück in den Formelsport zu kommen", erklärt Wehrlein. "Es ist nicht der übliche Weg, und auch für das Fahrgefühl ist es nicht der beste Weg, wenn man aus dem Formelsport kommt, zu den Tourenwagen wechselt und sich daran gewöhnen muss. Man hat einfach eine Eingewöhnungsphase, weil das Auto sich so anders verhält als ein Formelauto."

"Und dann nach einigen Jahren wieder zurückzukommen, das ist nicht einfach. Ich merke das momentan auch bei mir selbst", gesteht der Formel-1-Rookie, der in den vergangenen drei Jahren lediglich Testfahrten in Formelautos bestritt. "Davor bin ich Formel 3 gefahren, und dieser Schritt von der Formel 3 in die Formel 1 ist riesig! Und von der DTM in die Formel 1 ist er noch einmal größer, weil ein Tourenwagen einfach etwas ganz anderes ist."

"Deswegen ist das auch nicht der übliche Schritt und nicht so einfach", weiß Wehrlein. Trotzdem erklärt er rückblickend: "Ohne die DTM wäre ich nicht in die Formel 1 gekommen. Als ich 2012 in der Formel 3 gefahren bin, da standen wir vor der Entscheidung, was wir 2013 machen wollen. Da hatte ich schon die Verbindung zu Mercedes und war Mercedes-Junior. Da ging es darum, ob wir noch einmal Formel 3 fahren oder eventuell in die DTM wechseln."

"Da war ich mir natürlich auch nicht sicher, denn damals wusste ich, dass die DTM nicht der übliche und vielleicht auch nicht der richtige Schritt ist, um in die Formel 1 zu kommen. Aber GP2 wäre 2013 und 2014 sowieso nicht möglich gewesen, weil das Budget nicht aufzutreiben war. Mein Traum war es schon immer, eines Tages für Mercedes zu fahren. Deshalb war es für mich klar, in Richtung DTM zu gehen", so Wehrlein.

"Mit guten Leistungen konnte ich mich für ein Formel-1-Cockpit empfehlen. Die Voraussetzung war, dass ich DTM-Champion werden muss, um die Chance zu bekommen, in die Formel 1 zu wechseln. Letztes Jahr habe ich es dann geschafft", freut sich der 21-Jährige, der damit seinen Traum verwirklichen konnte.

© Motorsport-Total.com

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