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Felix Rosenqvist wird das Cockpit von Esteban Ocon in der DTM übernehmen
Felix Rosenqvist wird das Cockpit von Esteban Ocon in der DTM übernehmen © xpbimages.com

Felix Rosenqvist spricht über seine Erwartungen an das Debüt-Wochenende in Moskau, seinen neuen Teamkollegen Gary Paffett & die überraschende Beförderung

Mitten in der DTM-Saison 2016 wagt ein Schwede den Sprung ins kalte Wasser. Felix Rosenqvist wird nach der Sommerpause am sechsten Rennwochenende des Jahres mit Mercedes sein Debüt in der Meisterschaft geben. Da Stammpilot Esteban Ocon Richtung Formel 1 (Ersatz für Rio Haryanto bei Manor) abwandert, bekommt der Schwede seine Chance. Vor dem Wochenende gibt er zu, ein wenig nervös zu sein.

"Die DTM ist womöglich die härteste Meisterschaft, um dort mitten in der Saison einzusteigen", meint der Formel-3-Europameister der Saison 2015. "Es ist normal, ein bisschen nervös zu sein. Aber ich bin bereit. Ich kenne die Strecke und das Team und hatte die Möglichkeit, mich bestmöglich vorzubereiten. Es wird sehr hart werden, aber ich bin bereit", versichert der 24-Jährige.

Viel Vorbereitung hatte der bisherige Test- und Ersatzpilot von Mercedes in der DTM nicht: "Ich bin ziemlich viele Runden im alten Auto gefahren, und in Jerez einen halben Tag mit der aktuellen Generation. In diesem Jahr bin ich keine Tests gefahren, nur im Renntaxi ein paar Runden. Da bekommt man zumindest eine Idee vom Auto", schmunzelt Rosenqvist. Zuletzt zeigte er beim 24-Stunden-Rennen in Spa, dass er großes Talent besitzt. Er wurde mit seinem Mercedes-AMG GT3 Zweiter.

DTM nicht mit Formel 3 vergleichbar

Sein DTM-Einsatz kam ein wenig überraschend für ihn, verrät der Nachwuchspilot: "Die Sache mit Esteban kam erst spät auf, ich wusste nichts davon. Ich freue mich für ihn, dass er diese Chance bekommt und freue mich, dass ich seinen Platz einnehmen darf." Insgeheim habe er damit aber schon spekuliert: "In jedem Team gibt es acht Fahrer, daher hast du als Ersatzpilot eine ziemlich große Chance, einen Renneinsatz zu bekommen. Ein Pilot könnte verletzt oder krank sein, oder wie in diesem Fall in eine andere Serie wechseln."

In Moskau hofft er darauf, in den Trainings viel Erfahrung für die Rennen zu sammeln. Grundsätzlich sei das Rennwochenende zum Lernen vorgesehen: "Da es viele Prozesse gibt, wie Boxenstopps und vieles mehr, die man nicht gewohnt ist." Er werde eng mit dem Team zusammenarbeiten, da auch die Herausforderung eine neue für ihn ist: "Das Racing ist auf einem sehr hohen Niveau - nicht wie in der Formel 3, wo du einfach einsteigst und fährst. In der DTM musst du noch viele andere Dinge lernen."

Mit welchem Platz wäre er bei seinem Debüt zufrieden? "Ich habe keine Erwartungen für dieses Rennen. Wenn ich im Mittelfeld mitfahren kann, wäre ich glücklich. Und dann würde ich mich anstrengen, um beim nächsten Rennen, sofern ich noch eines fahre, ein noch besseres Ergebnis abzuliefern."

Unterstützung von Routinier Gary Paffett

Beim Eingewöhnen soll zusätzlich auch Teamkollege Gary Paffett helfen. Der Routinier hat zuletzt mit Rookie-Teamkollegen Lucas Auer oder Esteban Ocon viel Erfahrung im Aufbau von DTM-Neulingen gemacht. Rosenqvist freut sich bereits auf die Zusammenarbeit mit dem Briten: "Er ist sicherlich einer der besten Teamkollegen, die du dir an deinem ersten DTM-Wochenende wünschen kannst."

"Ich hatte mit Gary schon ziemlich viel Kontakt, um einige Fragen, die ein Rookie eben so hat - bezüglich des Fahrstils und vielem mehr - zu klären. Er ist sehr hilfsbereit und ist es schon gewohnt, mit Rookies zu arbeiten. Es fühlt sich gut an, ihn an meiner Seite zu haben", so der Schwede. Er wird am Freitagnachmittag beim ersten Freien Training in Moskau erstmals in seinem neuen Dienstwagen Platz nehmen.

© Motorsport-Total.com

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