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Marco Wittmann
Marco Wittmann hat vor dem letzten Rennwochenende 14 Punkte Vorsprung © Getty Images

BMW sieht die Disqualifikation von Marco Wittmann als "nicht gerechtfertigt" an und legt Protest ein. Der beruhigende Vorsprung in der Gesamtwertung ist futsch.

BMW hat gegen die Disqualifikation von Marco Wittmann beim zweiten Rennen der DTM am Hungaroring Protest eingelegt.

Auf Grund eines nicht den Regeln entsprechenden Unterbodens waren dem Führenden der Gesamtwertung die zwölf Punkte für den vierten Platz aberkannt worden.

"Aus Sicht von BMW Motorsport ist der damit verbundene Wertungsausschluss nicht gerechtfertigt", hieß es in einem Statement des Rennstalls.

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Wittmann "mega enttäuscht"

BMW will damit argumentieren, dass der Zustand von Wittmanns M4 Folgen der Berührungen mit Edoardo Mortara und Jamie Green kurz nach dem Start sind.

Bis das Urteil vom Berufungsgericht gesprochen ist, bleibt die Disqualifikation Wittmanns bestehen. Der 26-Jährige äußerte sich wie folgt zum Einspruch seines Teams: "Ich kann zu der Berufung gar nicht viel sagen, sondern nur das finale Ergebnis abwarten. Natürlich bin ich mega enttäuscht, nach einem harten Rennen mit einem beschädigten, langsamen Fahrzeug nun aus der Wertung genommen zu werden."

Wittmann war nach seinem vierten Platz im Sonntagsrennen aus der Wertung genommen worden, da die Holzplatte im Unterboden seines Boliden nicht die vorgeschriebene Mindestdicke von sechs Millimetern aufwies, was die Rennkommissare nach dem Lauf feststellten.

Somit führt Wittmann in der Gesamtwertung nur mit 14 anstatt 26 Punkten vor Mortara.

Titelentscheidung am grünen Tisch?

Auch Mercedes kündigte einen Protest an, nachdem auch der Drittplatzierte Daniel Juncadella disqualifiziert worden war.

Die Teams haben 96 Stunden Zeit, die angekündigte Berufung schriftlich einzureichen. Anschließend bleibt eine Woche für die Begründung. Weil dann aber auch noch ein Gerichtstermin gefunden werden muss, sind die 18 Tage zwischen Budapest und dem ersten Training auf dem Hockenheimring knapp.

Wie die Sprecher des Deutschen Motor Sport Bundes (DMSB) sowie des DTM-Vermarkters ITR jedoch am Montag bestätigten, sei in einem möglichen Berufungsverfahren ein Urteil vor dem Saisonfinale in Hockenheim (15./16. Oktober) "wahrscheinlich". 

Eine Titelentscheidung am grünen Tisch bleibt der DTM damit wohl erspart.

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