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Nach der Disqualifikation von Marco Wittmann will BMW zunächst Berufung einlegen. Doch BMW-Boss Jens Marquardt erklärt nun seinen Verzicht. Mercedes handelt ebenso.

Die Disqualifikation von BMW-Fahrer Marco Wittmann beim DTM-Rennen in Budapest hatte hohe Wellen geschlagen. BMW wurde seitens der Rennleitung bezichtigt, zu schmale Holzplatten als Unterboden zu verwenden. BMW wehrte sich und kündigte an, Revision gegen das Urteil einzulegen.

Dies wird laut BMW-Boss Jens Marquardt aber nicht stattfinden. "Für uns war der Umstand des zu niedrigen Unterbodens klar die Folge eines Unfalls", sagte er im Boxenfunk bei SPORT1. "Deswegen wollten wir zunächst Berufung einlegen. Jetzt möchten wir allerdings im Sinne des Sports handeln und darauf verzichten."

Stattdessen wolle man, dass beim nächsten Rennen in Hockenheim der Meister im Sinne des Sports gekürt werde. "Wir wissen alle, dass solche Verfahren wie das einer Berufung langwierig werden können. Und das wünschen wir uns im Sinne des Sports nicht. Marco (Marco Wittmann, Anm. d. Red.) hat 14 Punkte Vorsprung und wir werden alles daran setzen, dass er die in Hockenheim so gut wie möglich ins Ziel bringt."

Neben Wittmann war auch Mercedes-Fahrer Daniel Juncadella wegen eines zu niedrigen Unterbodens disqualifiziert worden. Und auch hier hatte Mercedes zunächst eine Berufung angestrebt. Nun sieht es anders aus.

"Wir konnten uns nicht vorstellen, dass die Holzplatte zu niedrig ist", sagte Mercedes-Boss Ulrich Fritz bei SPORT1. "Jetzt haben wir allerdings erkannt, dass es wohl an einem kleinen Unfall lag. Dani (Daniel Juncadella, Anm. d. Red.) ist in der ersten Runde neben Mortara über die Curbs gefahren. Da wird es passiert sein, dass das Ding einfach viel zu weit abgeschliffen wurde. Dem müssen wir uns fügen und gehen davon aus, dass eine Berufung keinen Erfolg hat. Deswegen werden wir darauf verzichten."

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