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Robert Wickens war zunächst etwas ungläubig über seinen Fehler
Schon wieder Pech: Robert Wickens durfte die meiste Zeit nur zuschauen © ITR

Robert Wickens muss einen weiteren Rückschlag verkraften und kann im dritten Training lediglich vier Runden fahren - Die Bestzeit geht an Audi-Pilot Nico Müller

Nico Müller (Abt-Audi) hat sich die Bestzeit im dritten Freien Training gesichert. Der Schweizer umrundete den Nürburgring am Sonntagvormittag in 1:23.375 Minuten und war damit 0,151 Sekunden schneller als sein engster Verfolger Gary Paffett (ART-Mercedes). Insgesamt war es für Audi ein erfolgreiches Training: Die Ingolstädter, die aktuell das leichteste Auto im Feld haben, brachten sieben Piloten in die Top 10. Rang drei ging an Maxime Martin (RBM-BMW/+0,230 Sekunden).

"Soweit war alles okay. Ich glaube, wir haben den ein oder anderen richtigen Schluss aus dem gestrigen Tag gezogen", berichtet Müller. "Das Auto fühlt sich gut an, wir waren schnell unterwegs. Ich war wirklich happy mit der Balance. Das Wichtige ist, dass wir das jetzt ins Qualifying mitnehmen. Da hat es das ein oder andere Mal schon etwas gehapert. Wenn es heute klappt, dann können wir uns in eine schöne Ausgangslage für das Rennen bringen."

Hinter den Top 3 sortierten sich Edoardo Mortara (Abt-Audi/+0,285), Timo Scheider (Phoenix-Audi/+0,309) und Lucas Auer (Mücke-Mercedes/+0,379) ein. Komplettiert wurden die Top 10 mit Mike Rockenfeller (Phoenix-Audi/+0,381), Miguel Molina (Abt-Audi/+0,400), Mattias Ekström (Abt-Audi/+0,468) und Adrien Tambay (Rosberg-Audi/+0,623) von vier weiteren Audi-Piloten.

Großes Pech für Robert Wickens (HWA-Mercedes): Beim Kanadier wurde bei einem Boxenstopp ein Rad nicht richtig festgezogen. Der Zweite der Meisterschaft musste seinen Mercedes daher nach gerade einmal vier Runden abstellen und wurde mit 2,195 Sekunden Rückstand mit Abstand Letzter. Außerdem verursache der Vorfall eine lange Gelbphase, weshalb auch die anderen Piloten keine schnellen Runden setzen konnte.

"Ich hatte ein Problem mit dem rechten Hinterrad, und deshalb mussten wir anhalten. Aber so konnte ich mir wenigstens ganz genau angucken, welche Linien meine Gegner in Kurve 3 fahren", nimmt Wickens die Situation mit etwas Galgenhumor. Er verrät: "Gestern haben wir ein Problem am Auto gefunden, das wir behoben haben. Theoretisch sollte es heute also ein besserer Tag werden."

Auch der Meisterschaftsführende und Samstagssieger Marco Wittmann (RMG-BMW/+0,658) kam nicht über Rang zwölf hinaus. "Ich habe mich wohlgefühlt, und ich weiß, dass wir noch ein bisschen in der Tasche haben - auch von meiner Seite her. Ich hoffe, dass wir das im Qualifying auch wirklich umsetzen könnten", gibt sich Wittmann trotzdem optimistisch. Jamie Green (Rosberg-Audi/+0,691) landete unmittelbar dahinter auf Rang 13.

© Motorsport-Total.com

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