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Marco Wittmann konnte seine Tabellenführung am Sonntag verteidigen
Marco Wittmann konnte seine Tabellenführung am Sonntag verteidigen © ITR

BMW feiert 250. Podiumsplatz seiner DTM-Geschichte - Marco Wittmann wird Dritter im Sonntagsrennen und verteidigt Tabellenführung mit 33 Punkten Vorsprung

BMW hat im 14. Rennen der DTM-Saison 2016 ein Jubiläum gefeiert: Marco Wittmann belegte am Sonntag den dritten Platz und erreichte damit den 250. Podestplatz für BMW in der DTM-Geschichte . Dank der 15 Punkte für Rang drei verteidigte Wittmann die Führung in der Fahrerwertung. Vier Rennen vor Saisonende hat er 170 Punkte auf dem Konto und damit 33 Zähler Vorsprung auf Edoardo Mortara, den Sieger am Sonntag.

Bruno Spengler hatte mit Rang drei seine beste Qualifying-Platzierung in diesem Jahr erreicht und kam nach einigen harten Zweikämpfen schließlich als Sechster ins Ziel. Tom Blomqvist holte als Achter ebenfalls Punkte. Nachträglich rückte Maxime Martin im Klassement des Sonntagsrennens noch vom elften auf den zehnten Platz nach vorn, sodass neben Wittmann insgesamt drei BMW-Piloten in die Top 10 kamen.

Damit bleibt BMW in der Herstellerwertung mit 521 Zählern auf Position eins. Die Teamwertung führt weiterhin das BMW Team RMG mit nun 228 Punkten an. Martin Tomczyk, der 13. wurde, zeigte eine starke Aufholjagd. Timo Glock drehte sich in Folge einer unverschuldeten Kollision gleich in der ersten Kurve. Er fiel ans Ende des Feldes zurück, kämpfte sich aber noch auf Platz 15 nach vorn.

Augusto Farfus lag nach einem ausgezeichneten Qualifying im Rennen klar auf Punktekurs, erhielt dann aber aufgrund eines Unsafe Release beim Boxenstopp eine zehnsekündige Stop-and-Go-Strafe und musste sich mit Platz 21 begnügen. Unmittelbar vor ihm kam Antonio Felix da Costa als ins Ziel.

Die BMW-Stimmen zum Rennen:

Marco Wittmann (3./RMG-BMW): "Wir konnten erneut auf das Podium fahren, auch wenn es am Ende mit Mattias Ekström noch einmal sehr eng wurde. Deshalb bin ich zufrieden mit dem heutigen Tag - und stolz, das Jubiläums-Podium für BMW in der DTM eingefahren zu haben. Lucas Auer hatte einen sehr guten Start, und ich hätte keinen Weg an ihm vorbei gefunden, ohne zu große Risiken einzugehen. Unsere Pace war gut, aber nach unserem Boxenstopp waren wir etwas im Nachteil. Die Konkurrenz hatte ein paar Fahrer draußen gelassen hatte, um die Spitzengruppe aufzuhalten. Dadurch gelang es Edoardo Mortara, nach vorne zu kommen, und mich hat es möglicherweise den zweiten Platz gekostet. Dennoch war es ein gutes Wochenende für mich. Gestern gewonnen, heute Platz drei auf dem Treppchen: Das ist ein tolles Ergebnis für mich und für RMG."

Bruno Spengler (6./MTEK-BMW): "Es war ein spannendes Rennen. Über die Distanz war die Konkurrenz heute etwas stärker als wir, doch wir haben trotzdem ein gutes Ergebnis in den Punkten geholt. Meine Jungs haben beim Boxenstopp wieder einen tollen Job gemacht. Meine Wochenendbilanz fällt positiv aus, wir haben uns weiter gesteigert. Aber in der Vorbereitung auf die nächsten Rennen ist wichtig, dass wir nun analysieren, warum wir über die Distanz nicht schnell genug waren."

Tom Blomqvist (8./RBM-BMW): "Es war ein hartes Rennen, wesentlich schwieriger als gestern. Mein Start war nicht besonders gut, und ich habe in der ersten Kurve einige Positionen eingebüßt. Zudem hat die Pace des Autos im Rennen nicht ganz gepasst. Ich hatte dann auch noch das eine oder andere Duell - es war also alles andere als ein einfaches Rennen. Wir werden uns anschauen, warum wir heute nicht so schnell waren wie gestern. Insgesamt war es ein gutes Wochenende. Mit Platz zwei und 18 Punkten gestern sowie vier weiteren Punkten heute kann ich zufrieden sein."

Maxime Martin (10./RBM-BMW): "Leider hatte ich heute im Qualifying ein Getriebe-Problem. Deshalb konnte ich nicht so angreifen, wie ich mir das vorgenommen hatte. Ich bin nur den ersten Run gefahren, danach war ich Sechster. Anschließend haben sich alle noch einmal verbessert, und ich rutschte bis auf den 19. Platz zurück. Im Rennen musste ich zunächst Timo ausweichen, der umgedreht worden war. Dann ich habe mich aber bis auf den elften Platz zurückgekämpft. Am Ende gab es durch die Bestrafung von Molina zumindest noch einen Punkt."

Martin Tomczyk (12./Schnitzer-BMW): "Es war ein anstrengendes Rennen. Unsere Pace war leider nicht so gut, als dass wir richtig hätten attackieren können. Mit dem zweiten Reifensatz war es dann besser, und ich konnte mich langsam an Maxime und an Robert Wickens, den ich dann noch überholt habe, heranarbeiten. Doch es war heute sehr schwierig zu fahren, und wir haben das Maximum herausgeholt. Wichtig ist, dass wir über das Wochenende Fortschritte gemacht haben. Insgesamt war es wieder ein sensationelles Wochenende für BMW und Marco."

Timo Glock (14./RMG-BMW): "Mein Start war recht gut, aber in der ersten Kurve wurde ich dann umgedreht. Ich musste als Letzter weiterfahren und habe alles versucht, das Beste daraus zu machen. Der Frontsplitter war beschädigt, so kann man nicht mehr richtig attackieren. Dennoch ist es mir gelungen, noch ein paar Plätze gutzumachen. Wir müssen nun analysieren, warum wir heute im Qualifying zunächst schnell waren und dann nicht mehr. Glückwunsch an BMW und an Marco, der hier ein sehr gutes Wochenende abgeliefert und die Gesamtführung ausgebaut hat."

Antonio Felix da Costa (19./Schnitzer-BMW): "Leider ist es uns nicht gelungen, von gestern auf heute den richtigen Weg einzuschlagen. Wir werden uns jetzt als Team zusammensetzen und hart arbeiten. Im heutigen Rennen lief es eigentlich ganz gut, doch kurz vor meinem Boxenstopp wurde ich umgedreht. Damit war das Rennen für mich gelaufen."

Augusto Farfus (21./MTEK-BMW): "Wenn es nicht läuft, dann läuft es nicht. Es war ein schwieriges Wochenende. Gestern hatten wir keine gute Balance im Auto. Heute war es wesentlich besser, aber dann haben wir die Strafe bekommen. Unsere Qualifying-Pace war ermutigend. Unser Ziel muss lauten, mit einer besseren Basis in das Wochenende zu starten. Dann können wir auch um bessere Resultate kämpfen."

Jens Marquardt (BMW-Motorsportdirektor): "Es war wie erwartet ein hartes Rennen, doch man hat gesehen, dass Marco Wittmann auch dann die Nerven bewahrt, wenn es hart wird. Er ist ein äußerst kluges Rennen gefahren, hat den verfügbaren Speed genutzt und den dritten Platz auf dem Podium geholt. Es war der 250. Podiumsplatz von BMW in der DTM - das macht dieses Resultat noch einmal zu etwas Besonderem. Neben Marco hatten wir noch zwei weitere Autos in den Top-10. Mit dem Gewicht, das wir heute an Bord hatten, war es nicht einfach. Doch wir haben ein tolles Rennen mit guten Manövern gesehen."

"Es gab es auch ein paar Sachen, die nicht sein mussten, aber das gehört wohl dazu. Insgesamt ist das Wochenende sehr gut für uns verlaufen. Marco hat mit einem Sieg und einem dritten Platz die Führung in der Fahrerwertung gefestigt, nun freuen wir uns auf einen spannenden Endspurt. Ich denke, dass wir mit einem sehr positiven Resultat vom Nürburgring nach Hause fahren und uns auf Budapest vorbereiten können."

© Motorsport-Total.com

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