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Mattias Ekström ist für seinen außergewöhnlichen Humor bekannt
Mattias Ekström ist wieder einmal ziemlich sauer auf Maximilian Götz © xpbimages.com

Mattias Ekström gerät auf dem Nürburgring am Samstag erneut mit Maximilian Götz aneinander - Die Kritik des Schweden lässt nicht lange auf sich warten

Das hatte sich bereits angebahnt: Nachdem Mattias Ekström im DTM-Samstagsrennen auf dem Nürburgring erneut mit Maximilian Götz aneinandergeriet, folgt nun die fast schon zu erwartende Kritik des Schweden. "Ich habe es echt satt", zeigt sich Ekström genervt, als er nach dem Wochenende in der Eifel auf den Zwischenfall angesprochen wird. "Hinter diesem Typ darf ich einfach nicht mehr starten. Er fährt nicht so, wie ich mir Rennen vorstelle", so der Audi-Pilot. Doch was war eigentlich passiert?

Ekström und Götz kämpften im ersten Rennen auf dem Nürburgring um Platz zehn. Der Schwede, der nur von Platz 19 gestartet war, kämpfte sich durch das Feld nach vorne, kam allerdings nicht am Mercedes vorbei. In der Schikane kam es schließlich zum Kontakt und Ekström musste seinen beschädigten Boliden an der Box abstellen, während Götz Platz zehn und damit den letzten Punkt nach Hause brachte.

Die Rennkommissare sahen sich den Vorfall an, sprachen allerdings keine Strafe aus. "Ja, er fährt mal schnell. Er kommt auch mal ins Ziel. Aber so wie er fährt, das mag ich einfach nicht. Fertig", ärgert sich Ekström, der Götz in dieser Saison schon einmal als "Clown" bezeichnet hatte. Einen Tag später wurde Götz im zweiten Rennen übrigens gleich mehrfach auffällig. Insgesamt dreimal sanktionierte die Rennleitung den Mercedes-Piloten, was Ekström sicher als Bestätigung für seine Kritik auffassen dürfte.

Zunächst erhielt Götz nur eine Verwarnung, weil er zu hart gegen Antonio Felix da Costa fuhr. Anschließend gab es eine Fünf-Sekunden-Strafe, weil er Mike Rockenfellers Audi beschädigte, und nach Rennende kam eine weitere Fünf-Sekunden-Strafe dazu, weil er in der Schikane einmal abkürzte. Doch auch Ekström wurde einmal auffällig: Er war bei einem Überholmanöver gegen Bruno Spengler zu hart und musste die Position zurückgeben.

Trotzdem beendete der Schwede das Rennen am Ende auf Rang vier. In der letzten Runde kämpfte er sogar noch gegen Marco Wittmann um Platz drei, kam aber trotz DRS nicht mehr vorbei. "Es macht Spaß, mit Leuten zu fahren, die einen leben lassen", lobt Ekström. "Schnell fahren können alle in der DTM - das muss man nicht diskutieren. Aber wie man Rennen fährt, was für eine Art von Show man bietet, das kann nicht jeder", stichelt er noch einmal.

"Marco Wittmann ist einer der Schlauen, der auch immer ins Ziel kommt und mit dem man fair kämpfen kann. Er ist derzeit der Mann, den es zu schlagen gilt", so der Schwede, der auch seinen Markenkollegen und Rennsieger Edoardo Mortara lobt: "Edo ist auch ein Kämpfer. Das respektiere ich. Er hat am Sonntag toll gekämpft. Es ist schon eine Kunst, noch schnell zu sein, wenn die Reifen etwas abbauen. Aber wir müssen ganz klar an unserer Qualifying-Performance arbeiten - da haben wir Nachholbedarf."

© Motorsport-Total.com

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