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Marco Wittmann gewann das Rennen am Samstag von der Pole-Position aus
Marco Wittmann gewann das Rennen am Samstag von der Pole-Position aus © ITR

Marco Wittmann baut seine Führung in der Meisterschaft durch einen Sieg am Nürburgring auf 35 Punkte aus - Tom Blomqvist und Jamie Green auf dem Podium

Marco Wittmann (RMG-BMW) hat einen großen Schritt Richtung DTM-Titel 2016 gemacht: Der Tabellenführer legte im Samstagsrennen auf dem Nürburgring einen ungefährdeten Start-Ziel-Sieg hin und baute seinen Vorsprung in der Meisterschaft damit auf 35 Punkte aus . Robert Wickens (HWA-Mercedes), sein erster Verfolger, kam nicht über Platz neun aus, nachdem er nur von Startplatz 13 ins Rennen gegangen war.

"Es ist heute eigentlich alles perfekt gelaufen. Das Qualifying war schon gut mit Platz zwei, und durch die Strafe gegen Lucas haben wir den ersten Platz 'gewonnen'", freut sich Wittmann, der die Pole-Position von Lucas Auer geerbt hatte. "Ich hatte einen guten Start und wollte in der Anfangsphase einen Vorsprung herausfahren und aus dem DRS-Fenster kommen", berichtet der Tabellenführer.

"Dann gab es einen Kampf zwischen Edo (Mortara) und Tom (Blomqvist), und dann hatte ich einen ziemlich großen Abstand. Den musste ich nur noch verwalten", schildert Wittmann seinen relativ ruhigen Arbeitstag. Denn hinten wurde er von seinem Markenkollegen Tom Blomqvist (RBM-BMW) abgeschirmt. Der Brite verteidigte sich gegen das Audi-Duo aus Jamie Green (Rosberg-Audi) und Edoardo Mortara (Abt-Audi).

Audi beißt sich Zähne an Blomqvist aus

"Es war definitiv nicht einfach", atmet Blomqvist nach dem Rennen durch. "Ich glaube, dass die Audis eine etwas bessere Pace als ich hatten, besonders im hinteren Streckenabschnitt. Dadurch war ich in Kurve 1 angreifbar." Mortara setzte mehrmals zum Überholmanöver an, doch Blomqvist konnte sich jedes Mal verteidigen, auch wenn er eine Verwarnung bekam, weil er einmal etwas zu aggressiv zu Werke ging.

"Letztendlich haben wir es geschafft. Wir konnten vorne bleiben. Es war vielleicht eines der schwersten Rennen meiner bisherigen DTM-Karriere", freut sich der Zweitplatzierte. In der Anfangsphase wurde Blomqvist von Green gejagt, doch weil der Brite nicht nicht am BMW vorbei kam, ließ er Mortara zwischenzeitlich überholen. Weil aber auch der Italiener nicht überholen konnte, tauschten die beiden Audis ihre Positionen in der letzten Runde wieder zurück.

"Es war Teamarbeit", erklärt Green anschließend. "Edo war hinter mir, und ich habe gegen Blomqvist gepusht. Ich kam aber nicht vorbei. Deshalb haben wir Edo die Chance gegeben, um P2 zu kämpfen. Das hat aber nicht funktioniert, und in der letzten Runde habe ich den Platz zurückbekommen." In der Meisterschaft liegen Green und Mortara mit 36 beziehungsweise 43 Punkten Rückstand weiterhin auf den Plätzen drei und vier.

Viele (über)harte Zweikämpfe

Die Top 10 komplettierten dahinter Timo Glock (RMG-BMW), Paul di Resta (HWA-Mercedes), Lucas Auer (Mücke-Mercedes), Maxime Martin (RBM-BMW), Wickens und Maximilian Götz (HWA-Mercedes). Wickens hatte dabei am Ende sogar noch Glück, dass er aus dem Rennen überhaupt Punkte mitnehmen konnte, weil mehrere Fahrer vor ihm gegen Rennende noch aus den Top 10 purzelten.

So kämpfte Daniel Juncadella (HWA-Mercedes) beispielsweise lange mit Mortara und Green um Platz drei, doch nach einem Schubser von Bruno Spengler (MTEK-BMW) fiel er weit zurück und beendete das Rennen nur auf Platz 17. Spengler bekam für die Aktion eine Durchfahrtsstrafe aufgebrummt und fiel dadurch ebenfalls noch aus den Punkten. Er wurde am Ende 18.

Auch Timo Scheider (Phoenix-Audi) fiel wegen einer Durchfahrtsstrafe noch aus den Top 10. Der Ex-Champion hatte Gary Paffett (ART-Mercedes) zuvor umgedreht. Einen harten Kampf um den letzten Punkt lieferten sich auch die beiden alten Bekannten Götz und Mattias Ekström (Abt-Audi). Während der Mercedes-Pilot sich den letzten Zähler am Ende sichern konnte, gab Ekström nach einer Berührung mit Götz sieben Runden vor Ende auf.

© Motorsport-Total.com

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