vergrößernverkleinern
Wird Jamie Green im Zweifelsfall Platz für Edoardo Mortara machen?
Wird Jamie Green im Zweifelsfall Platz für Edoardo Mortara machen? © ITR

Nachdem Edoardo Mortara in dieser Saison bereits zweimal Platz für Jamie Green gemacht hat, hofft der Italiener, dass sich sein Audi-Kollege nun revanchieren wird

In Moskau und auf dem Nürburgring verlor Edoardo Mortara - rückblickend betrachtet - wertvolle Punkte im Kampf um die Meisterschaft. In Russland musste der Italiener Platz für seinen Markenkollegen Jamie Green machen und verschenkte damit zwei Punkte. Auf dem Nürburgring überließ er dem Briten Platz drei - wieder drei Punkte weg. Trotzdem hat Mortara vier Rennen vor Saisonrennen im Titelkampf eine deutlich bessere Ausgangsposition als sein Markenkollege.

Während Mortara mit 33 Punkten Rückstand auf Spitzenreiter Marco Wittmann auf Rang zwei liegt, hat Green bereits satte 51 Zähler Rückstand. Angesichts dieser Punktesituation hofft Mortara nun auf die Unterstützung des Briten. "Jamie und ich haben uns ja kein Duell geliefert und haben auch keinerlei Probleme miteinander", erklärt der Audi-Pilot im Gespräch mit 'DTM.com'.

"Wir lagen in Moskau und auf dem Nürburgring eng beieinander, er hatte jedoch etwas mehr Punkte auf dem Konto. Klar habe ich ihn in dieser Phase unterstützt und hatte damit auch kein Problem. Zumal er mich am Samstag auf dem Nürburgring ja auch vorgelassen hat, damit ich versuchen konnte, Tom Blomqvist für Platz zwei zu attackieren. Das hat leider nicht geklappt, also haben wir auf der letzten Runde die Plätze wieder zurückgetauscht."

"Nun bin ich der beste Audi-Pilot und ich denke, dass er mir genauso helfen wird, wie ich es zuvor bei ihm getan habe", sagt Mortara und ergänzt angriffslustig: "Ich sehe keinen Grund, den Titel schon abzuschreiben. Es ist noch alles möglich, und ich werde erst gratulieren, wenn auch die letzte theoretische Chance vergeben ist." Umso mehr schmerzen allerdings die Punkte, die der Italiener im Laufe des Jahres verloren hat.

Unter anderem kam es in Spielberg zu einer unnötigen Kollision mit Antonio Felix da Costa, bei der Mortara ausschied. "Klar, da habe ich einen Fehler gemacht", gesteht er. "Allerdings hatte ich an meinem Auto auch schon über Runden ein größeres technisches Problem. Ich glaube, ich hätte es ohnehin nicht ins Ziel geschafft. Viel ärgerlicher war die fehlerhafte Geschwindigkeitsmessung in Zandvoort. Das war unglaublich."

"Wir sind eine so hochprofessionelle Serie, das darf einfach nicht passieren. Aber, ich habe das schon längst abgehakt. Jetzt kommt es auf die letzten vier Rennen an", so Mortara. In Budapest erwischte er mit der Bestzeit im ersten Freien Training zumindest schon einmal einen guten Start. Wenn er darauf aufbauen kann, und seine Teamkollegen ihn wie erhofft unterstützen, ist der WM-Zug tatsächlich noch nicht abgefahren.

© Motorsport-Total.com

teilentwitternteilenE-MailKommentare
Bitte bewerten Sie diesen Artikel