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Wittmann sieht sich trotz des Zandvoort-Skandals als verdienter Champion
Wittmann sieht sich trotz des Zandvoort-Skandals als verdienter Champion © xpbimages.com

Obwohl die zu unrecht erhaltene Strafe in Zandvoort Edoardo Mortara letztlich den DTM-Titel kostete, hat Meister Marco Wittmann kein Mitleid mit seinem Rivalen

Der Kampf um den DTM-Titel 2016 wurde letztlich durch eine Fehlentscheidung der Sportkommissare zugunsten von BMW-Pilot Marco Wittmann und zuungunsten von Edoardo Mortara entschieden. Hätte der Audi-Fahrer beim Samstagsrennen in Zandvoort nicht zu Unrecht einer Durchfahrtstrafe erhalten und damit Platz sechs und acht Meisterschaftspunkte erhalten, hätte er die Saison vor Wittmann auf Platz eins der Gesamtwertung abgeschlossen.

Dennoch hat Wittmann kein Mitleid mit seinem unterlegenen Titelrivalen. "Edo ist gut gefahren und hat auch in Hockenheim zuletzt noch gekämpft wie ein Löwe. Das respektiere ich, aber ich habe kein Mitleid", sagt Wittmann im Interview mit der 'Abendzeitung'.

Seiner Ansicht nach hätten Mortara und Audi die Meisterschaft in einem überlegenen Auto nicht in Zandvoort verloren. "Wenn man sieht, dass Audi insgesamt zehn Siege hatte - fünf davon Mortara - und wir nur vier, dann haben er und Audi sich das auch ein wenig selbst zuzuschreiben - wie etwa den Ausfall in Spielberg", meint er.

Wittmann setzte im Titelkampf nicht immer alles auf die Karte Sieg, sondern holte sich seine zweite Meisterschaft durch konstantes Punkten. "Ich bin einfach derjenige, der abwägt: In welcher Situation attackiert man, in welcher steckt man zurück?", sagt Wittmann. Manchmal sei es einfach sinnvoller, den Kontakt zu meiden. "Natürlich gibt es Fahrer, die da wesentlich hitzköpfiger sind und das Risiko suchen. Das geht aber dann in zwei von zehn Fällen gut", so der zweimalige DTM-Champion.

© Motorsport-Total.com

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