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Zu mehr als einem Formel-1-Test für Toro Rosso wird es nicht kommen
Zu mehr als einem Formel-1-Test für Toro Rosso wird es nicht kommen © xpbimages.com

Marco Wittmann will es Pascal Wehrlein nicht nachmachen und in der DTM bleiben: Sein Formel-1-Traum habe sich mit den Testfahrten 2015 schon erfüllt.

Die DTM-Meisterschaft 2015 hat Pascal Wehrlein die Tür in die Formel 1 geöffnet. Der Deutsche wurde von Mercedes zu Manor gebracht und konnte sich so einen Traum erfüllen - ähnlich wie Paul di Resta nach seinem DTM-Titel 2010. Marco Wittmann hegt allerdings keine Ambitionen, es seinen Kollegen gleichzutun, und 2017 in die Formel 1 aufzusteigen.

"Ich werde oft auf das Thema Formel 1 angesprochen. Da sage ich aber, dass es nicht immer die Formel 1 sein muss", betont der BMW-Pilot. Wittmann fühlt sich in der DTM pudelwohl und kann sich aktuell keinen Wechsel vorstellen: "Das ist natürlich auch ganz logisch, wenn du Erfolge wie Podiumsplatzierungen, Siege und jetzt auch den zweiten Titel einfährst", unterstreicht er.

Eine Formel-1-Erfahrung kann der 26-Jährige allerdings dennoch aufweisen: Nach seinem ersten Titel vor zwei Jahren bekam er einen Formel-1-Test bei Toro Rosso geschenkt, den er im Juni 2015 auf dem Red-Bull-Ring in Spielberg absolvieren durfte. "Das war damals ein Traum von mir, einmal ein Formel-1-Auto zu fahren. Das war unheimlich klasse, dass ich dieses Geschenk von BMW und Red Bull bekommen habe", strahlt er rückblickend.

Ein Geschenk hat Wittmann auch für seinen Titel 2016 bekommen, allerdings hat dieses nichts mit der Königsklasse zu tun: Von BMW gab es einen M4 in der DTM-Champion-Edition. Zwar freut sich Wittmann darüber, doch für ihn ist das nicht so wichtig, wie er sagt: "Man erwartet jetzt keine Geschenke, nur weil man Meister ist. In erster Linie genießt man die Zeit, Champion zu sein. Von daher sind die Preise auch irgendwie Nebensache", erklärt er.

Die beiden Meisterschaften in der DTM sind übrigens Wittmanns erste im professionellen Motorsport außerhalb des Kartbereiches. Bis 2011 verfolgte er noch eine Karriere im Formelsport und holte zwei Vizetitel in der Formel-3-Euroserie, bevor er sich für ein Engagement mit Dach über dem Kopf entschied und die Formel 1 aus seinem Blickfeld verschwand.

Das findet er allerdings nicht schlimm: "Ich glaube, generell ist das Fahrerniveau in der DTM höher als in der Formel 1", sagt er. Außerdem sei es für Nachwuchspiloten im Formelsport schwierig, weil Bezahlfahrer derzeit viele Plätze blockieren würden: "Das finde ich persönlich schade, vor allem für die ganzen Nachwuchstalente, die vielleicht alle Nachwuchsserien gewonnen haben, aber nicht hochkommen, weil sie die Kohle nicht haben. Das finde ich schade für den Sport." Schade für sich hingegen nicht...

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