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Jens Marquardt freut sich auf die DTM 2017
Jens Marquardt freut sich auf die DTM 2017 © xpbimages.com

Für BMW lief es beim letzten Test in Hockenheim nicht rund: Jens Marquardt erklärt die Gründe dafür und erklärt, was er von der DTM 2017 erwartet.

Nach fast sieben Monaten ohne Renngeschehen dröhnen bald wieder die Motoren der DTM-Boliden. Nicht nur die Fans fiebern dem Saisonstart entgegen, sondern auch BMW-Motorsportchef Jens Marquardt freut sich, "dass es wieder losgeht!". Doch die Generalprobe vor dem Saisonauftakt in Hockenheim verlief für den Hersteller aus München alles andere als problemlos.

"Wir haben den Test mit Schwierigkeiten begonnen und nicht die Kilometer fahren können, wie wir wollten", verrät er im Gespräch mit 'Motorsport-Total.com'. "Das haben wir uns anders vorgestellt, das muss man ganz klar sagen."

"Wir hatten ein, zwei Antriebsschäden, und da mussten wir vorsichtig sein. Lieber das Auto parken und Teile tauschen, als ein Risiko eingehen und dann stehen wir mit dem Wagen vielleicht komplett", erklärt der 49-Jährige. "Das hat uns viel Zeit gekostet und war natürlich schade. Aber 2012, als wir n der DTM angefangen haben, hätte es mich noch sehr beunruhigt. 2017 muss ich sagen, habe ich ein riesiges Vertrauen in die Mannschaft, Fahrer und Ingenieure."Am letzten Tag kam der BMW M4 ins Rollen und der BMW-Pilot Timo Glock drehte die schnellste Runde im badischen Motodrom.

Keine Veränderungen im Fahrerkader

Bei den vorangegangenen Testfahrten konnte seine Mannschaft ausreichend testen und Daten sammeln, so Marquardt weiter. "Wir sind gut im Zeitplan." Von der DTM-Saison 2017 erhofft er sich, "dass wir vom Start weg voll bei der Musik dabei sind". Und beim Finale in Hockenheim im Oktober soll ein BMW-Fahrer bei der Meisterehrung ganz oben stehen: "Ich wünsche mir, dass ein Fahrer mit Propeller-Logo ganz in der Mitte des Podiums in Hockenheim steht, wenn die goldenen Flitter herumflittern."

Den Fahrerkader für 2017 hat man bei BMW im Vergleich zum Vorjahr ganz bewusst nicht verändert: "Wir glauben, dass alle sechs Fahrer die Stärken haben, die es braucht, um erfolgreich zu sein: Speed, aber auch Köpfchen. Ich bin extrem zuversichtlich und denke, dass wir einen super Kader haben. Es wird dieses Jahr sehr eng werden, weil es viele Stellschrauben gibt, wo der Fahrer einen Unterschied machen kann."

Für den Motorsportchef ist nicht nur das Abschneiden seiner Marke wichtig, auch die Entwicklung der Rennserie ist für ihn ein großes Anliegen: "Am Ende der Saison müssen wir neun richtig tolle Rennwochenenden gesehen haben. Mit einer Meisterschaft, die, wie im vergangenen Jahr auch, bis zum letzten Rennen offen und spannend ist. Mit einem tollem Renngeschehen auf der Strecke und Fans, die sagen, die DTM 'gefällt mir', wie man bei Facebook sagt."

Fahrer soll in den Vordergrund rücken

"Und einer Fernsehquote, die auch wieder ansprechend ist. Dann würde ich sagen, dass wir alle zusammen einen guten Job gemacht haben", fügt er hinzu. Dass die DTM im Umbruch ist und durch Änderungen im technischen und sportlichen Reglement wieder für mehr Unterhaltung sorgen möchte, befürwortet er: "Wir haben uns sehr lange Gedanken gemacht, was wir am Reglement noch machen können."

"Das Thema Aerodynamik herunterfahren, mehr Motorleistung bereitstellen und den Fahrer noch mehr in den Vordergrund rücken." Das Gesamtpaket der DTM muss laut Marquardt stimmen, um den Fans, Teams und Sponsoren in den nächsten Jahren eine attraktive und unterhaltsame Plattform bieten zu können.

© Motorsport-Total.com

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