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Die Performance-Gewichte in der DTM werden abgeschafft
Die Performance-Gewichte in der DTM werden abgeschafft © xpb.cc

"Ein guter Tag für die DTM": Die Hersteller der DTM machen den Weg für die Abschaffung der Performance-Gewichte frei. Die Motorsportchefs sind begeistert.

Das Hick-Hack um die unbeliebten Performance-Gewichte ist bald Geschichte. Nach stundenlangen Diskussionen haben sich drei Hersteller der DTM den Weg zur Abschaffung der umstrittenen Performance-Gewichte freigemacht. Gemeinsam mit der DTM-Organisation ITR verständigten sich Audi, BMW und Mercedes einvernehmlich darauf, die erfolgsabhängigen Ballastgewichte mit sofortiger Wirkung vollständig abzuschaffen.

Vorbehaltlich der Zustimmung des Deutschen Motor Sport Bundes (DMSB) können damit bei den beiden verbleibenden Veranstaltungen der Saison am Red Bull Ring (23./24. September) und in Hockenheim (14./15. Oktober) alle Rennfahrzeuge mit demselben Gewicht an den Start gehen. Ballastgewichte in Abhängigkeit zur Performance eines Herstellers im Rennen würden nicht mehr verteilt werden.

"Alle Beteiligten haben die Stimmen der Fans gehört. Ich freue mich sehr, dass die Hersteller an einem Strang ziehen und im Sinne des Sports entschieden haben", sagt der ITR-Vorsitzende Gerhard Berger und ergänzt: "Das ist ein starkes Signal für die DTM."

DMSB muss noch zustimmen

Berger weiter: "Wir werden in Kürze beim DMSB einen Vorschlag einreichen. Da der DMSB bereits signalisiert hatte, einen einstimmig von ITR und Herstellern eingebrachten Vorschlag zu unterstützen, rechne ich mit der Zustimmung des Verbandes."

Die Abschaffung des Handicap-Systems soll auch für die Jahre nach 2017 gelten. Die drei Hersteller haben zudem vereinbart, das Aerodynamik-Reglement der DTM für 2018 zu optimieren. So sollen für ausgewählte Aerodynamikbauteile standardisierte Geometrien vorgeschrieben werden.

"Ich freue mich, dass die Diskussion über die Performance Gewichte endlich vom Tisch ist und der sportliche Wettkampf wieder im Vordergrund steht", sagt Audi-Motorsportchef Dieter Gass. "Wir haben noch vier Rennen im Kampf um die Meisterschaft und jeder Hersteller ist mit mindestens einem Fahrer in den Top Vier vertreten. Es ist alles offen und wird sicherlich bis zuletzt spannend bleiben."

"Ein guter Tag für die DTM"

"Das ist ein guter Tag für die DTM, ihre Fans und echten Motorsport. Heute gibt es nur Gewinner", kommentiert BMW-Motorsport-Direktor Jens Marquardt. "Wir haben in den vergangenen Wochen mit allen Parteien intensiv nach einer Lösung gesucht und sie im Konsens gefunden. Für die kommenden Monate werden wir darauf aufbauen und die DTM fit für die Zukunft machen. Diese Plattform wird noch attraktiver - und ist für weitere Hersteller offen."

Erleichterung auch in Stuttgart. "Es freut uns sehr, dass wir endlich eine Einigung erzielen konnten und der Weg somit frei ist die Performance-Gewichte abzuschaffen. Damit erfüllt die DTM den Wunsch der Fans und Fahrer. Ich bin sicher, dass uns ein heißer Kampf um den Titel bevorsteht. Darauf freuen wir uns jetzt umso mehr, dass die Diskussionen über die Gewichte endlich ein Ende haben und der Sport wieder stärker im Fokus steht", so Mercedes-DTM-Teamchef Ulrich Fritz.

"Wir freuen uns, dass Gerhard Berger die Gespräche zwischen den Herstellern und der ITR nun zu einem konstruktiven Ende gebracht hat. Formal muss die DTM-Kommission dem Vorschlag der Hersteller noch zustimmen, aber da bin ich nun sehr zuversichtlich, dass dies noch vor dem Rennen in Spielberg umgesetzt werden kann", sagt der DMSB-Präsident Hans-Joachim Stuck.

Wenn der DMSB der Abschaffung zustimmt, dann werden die 18 Autos beim vorletzten Rennwochenende der DTM 2017 am Red-Bull-Ring mit Gewichtsgleichstand unterwegs sein. Und die leidigen Gewichts-Diskussionen bald der Vergangenheit angehören.

© Motorsport-Total.com

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