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Lucas Di Grassi hat beste Chancen, den Titel in der Formel E zu gewinnen © Getty Images

Lucas Di Grassi greift nach seinem ersten WM-Titel in der Formel E. Der Brasilianer siegt im ersten von zwei Rennen in Montreal. Sebastien Buemi bleibt ohne Punkte.

Lucas Di Grassi vom deutschen Team ABT-Audi greift beim Saisonfinale der Formel E nach seinem ersten WM-Titel in der Elektro-Rennserie.

Der Brasilianer gewann am Samstag das erste von zwei Rennen in Montréal und übernahm damit die Führung im Gesamtklassement.

Weltmeister Sébastien Buemi (Schweiz/Renault) wurde am Ende eines ohnehin schwierigen Tages disqualifiziert und blieb ohne Punkte. Die beiden Franzosen Jean-Eric Vergne und Stephane Sarrazin (beide Techeetah) belegten die Ränge zwei und drei.

Vor dem abschließenden Rennen auf dem Stadtkurs in der kanadischen Metropole am Sonntag (22 Uhr) hat Di Grassi mit nun 175 Punkten 18 Zähler Vorsprung auf Buemi (157). Noch maximal 29 Punkte sind zu holen. Buemi hatte hinter Pole-Setter Di Grassi im Qualifying den zweiten Rang belegt, wurde wegen eines unerlaubten Batteriewechsels aber auf Startplatz zwölf zurückversetzt.

Kurz nach Rennbeginn fiel der Schweizer gar auf Position 16 zurück, kämpfte sich bis zur karierten Flagge aber noch auf den vierten Platz vor. Stunden nach dem Rennen folgte der nächste Rückschlag: Das Auto des Titelverteidigers war zu leicht gewesen, Buemi wurde aus der Wertung genommen.

Mercedes und Porsche steigen ein

Di Grassis deutscher Teamkollege Daniel Abt erbte Buemis vierten Platz, Maro Engel (Venturi) belegte den zwölften Rang. Der frühere Formel-1-Pilot Nick Heidfeld (Mahindra) schied vorzeitig aus.

Am Sonntag endet die dritte Saison der Formel E, in den ersten beiden Jahren hatten Nelson Piquet jr. (Brasilien) und Buemi die Fahrer-Weltmeisterschaft gewonnen. Die Serie hatte zuletzt durch den enormen Zuspruch großer Automobil-Hersteller Schlagzeilen gemacht.

In der vergangenen Woche kündigten Mercedes und Porsche ihren Start in der Serie ab 2019 an. Gemeinsam mit Audi (ab der kommenden Saison) und BMW (ab 2018) werden damit künftig vier deutsche Marken mit Werksteams in der aufstrebenden Serie vertreten sein.

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