In seiner Kolumne lässt Peter Kohl kein gutes Haar an den Roten. Für ihn ist Ricciardo bei Red Bull nun endgültig die Nummer 1.

Lewis Hamilton: Für den fehlgeleiteten Startmodus seiner Karre kann er nichts, was er dann rausgeholt hat, war wirklich klasse. Auf Angriff gebürstet fahren, ist einfach sein Ding. Und dabei hat er noch deutlich weniger Sprit verbraucht als Rosberg.

Valtteri Bottas und Felipe Massa: Der junge Finne fährt nach völlig verbocktem Start ein super Rennen mit geilen Überholmanövern - und trotz Rang vier nicht zufrieden. Das zeigt, dass seine eigenen Ansprüche gestiegen sind. Gut so! Endlich auch mal der Brasilianer dort, wo er viel häufiger fahren muss. Denn das Material passt!

Sergio Perez: Duelle mit Säbel und Florett, je nach Bedarf hat er beides gut geschwungen. Sehr sehenswert, wie er sich in dem Pulk mit Button, Magnussen, Vettel und Bottas geschlagen hat.

Daniel Ricciardo: Ebenfalls einer, der den Start in den Sand gesetzt hat, aber das letzte Renndrittel wurde von ihm beherrscht, da fuhr er dank perfektem Reifenmanagement Kreise um die Konkurrenten. Ohne Frage, er ist derzeit die Nummer 1 bei Red Bull.

Daniil Kwjat: Ein Wahnsinns-Rennen von Startplatz 21 aus, unfassbar genial seine Fahrzeugbeherrschung, als bei über 300 eine Bremsscheibe den Geist aufgab, das hätte ganz übel enden können. Was er da mit seinen erst 20 Lenzen gezeigt hat, war erste Sahne!

Monza: Einfach eine geniale Rennstrecke. Auch wenn Marc Surer Schikanen schrecklich findet, die nach der Start-Zielgeraden ist grandios. Denn beim Runterbremsen von über 350 auf rund 80 passieren unter dem Druck des Gegners immer wieder Fehler, die zu Überholmanövern führen. Und genau deshalb ist diese Schikane großartig!

Das Rennen: Wie schon so oft in dieser Saison wieder sehr unterhaltsam. Die Formel 1 ist besser, als sie von vielen derzeit gemacht wird.

Kevin Magnussen: Einsatz und Willen sind stark, einer der als Rookie keinen Respekt zeigt und fightet. Das ist gut so. Aber auch wenn die Rennkommissare wieder mehr laufen lassen wollen, er kann sich nicht alles erlauben. Manche Aktionen sind einfach wirklich sehr grenzwertig. Und nach dem Motto: Was Hänschen nicht lernt, lernt Hans erst recht nicht mehr, haben ihm die Kommissare nach den Vorkommnissen von Spa eins auf die Finger gehauen für das Foul gegen Bottas in Monza. Unter dem vorher genannten Kriterium ist diese Strafe wohl zu akzeptieren. So hat er zum zweiten Mal in Folge ein gutes Ergebnis verwirkt.

Nico Rosberg: Durch den technisch bedingt schlechten Start bekommt er die Führung auf dem Tablett serviert und verliert sie durch zwei identische Fehler an der selben Stelle. So macht er den ungeliebten Teamkollegen unnötig stark und sich selber das Leben schwer. Diesmal haben die Nerven nicht gehalten. Hoffentlich nicht eine Folge des diskussionswürdigen Managements der Teamleitung nach dem Crash in Spa. Es wäre bitter, wenn er dadurch aus der Spur geraten ist.

Ferrari: Oh mama mia!! Grande Desaster! Was sollen diese Vorstandsrunden mit leerem Tank am Freitag, wenn man im Qualifying und Rennen dann dasteht wie die teuerste Luftpumpe der Welt? Die Scuderia hat vor eigenem Publikum beim Heim GP einen satten Einlauf erhalten. Das tut weh, nicht nur dem Team, sondern den Ferrari-Fans weltweit.

McLaren: Nach den starken Freien Trainings und dem sehr, sehr guten Qualifying war im Rennen weniger drin, als vermutet.

Lotus: Was dieser E22 für eine Krücke ist, hat Monza schonunglos gezeigt. Man muss am Ende dankbar sein, dass mit dieser unfahrbaren Gurke weder Grosjean noch Maldonado ernsthaft abgeflogen und eingeschlagen sind.

Nico Hülkenberg: Irgendwie scheint der Faden gerissen, das dritte Rennen in Folge, in dem er nicht an die Leistungen der ersten Saisonhälfte anknüpfen kann. Diesmal klar im Schatten von Teamkollege Perez. Ein gebrauchtes Wochenende für ihn.

Esteban Gutierrez: Was für ein dummes Manöver gegen Grosjean. Wie ein Tölpel?

Ein königliches Rennen im Royalen Park zu Monza. Wegen mir kann das in Singapur in knapp zwei Wochen gerne so weiter gehen!

Bis demnächst!Pedal To The Metal,Ihr Peter Kohl

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