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Fiat-Geschäftsführer Sergio Marchionne (r.) will das Ruder bei Ferrari übernehmen
Fiat-Geschäftsführer Sergio Marchionne (r.) will das Ruder bei Ferrari übernehmen © getty

Ein Triumvirat soll nach dem Ende der Ära von Präsident Luca di Montezemolo die Führung bei Ferrari übernehmen.

Wie die "Gazzetta dello Sport" am Dienstag berichtete, will Geschäftsführer Sergio Marchionne vom Ferrari-Hauptaktionär Fiat bei der geplanten Aufsichtsratssitzung des Sportwagenherstellers am Donnerstag ankündigen, selbst das Ruder zu übernehmen.

An der Seite von Marchionne soll Ferraris Geschäftsführer Amedeo Felisa das Unternehmen aus Maranello leiten.

Ein US-Manager von Chrysler, den Marchionne noch auswählen muss, soll das Führungsgespann als drittes Mitglied vervollständigen.

Meinungsverschiedenheiten über Ferraris Zukunft im Rahmen des globalen Fiat-Chrysler-Konzerns und Marchionnes Unmut wegen den enttäuschenden Leistungen der Scuderia in der Formel 1 sollen den Abschied von Montezemolo beschleunigen.

Dieser regiert seit 1991 als Alleinherrscher in Maranello. Kürzlich hatte der 67-jährige Montezemolo erst vor der Gefahr gewarnt, dass Ferrari im Zuge der Fusion Fiats mit Chrysler "amerikanisch" werde.

Die Sorge um die Zukunft Montezemolos belasten auch den spanischen Formel-1-Pilot Fernando Alonso, der seinen Chef am Montag im Firmensitz traf.

"Alonso weiß, dass wir schwierige Momente durchmachen müssen, damit wir wieder wettbewerbsfähig werden können. Wir müssen Einheit im Team bewahren", betonte Teammanager Marco Mattiacci.

Der 43-Jährige, der im April Stefano Domenicali ersetzt hatte, versicherte, er habe es trotz der enttäuschenden Leistungen der Scuderia in dieser Saison nicht bereut, seinen Auftrag angenommen zu haben.

"Wir sind besessen von dem Gedanken, wieder zu gewinnen", sagte der Manager.

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