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Sebastian Vettel (l.) gewann vier WM-Titel mit Red Bull

Sebastian Vettel soll wohl Red Bull verlassen und Fernando Alonso bei Ferrari ersetzen. Von Red Bull gibt es kein Dementi.

Suzuka - Die Dunkelheit senkte sich bereits über die Rennstrecke von Suzuka (Qualfiying, Sa., ab 6.45 Uhr im LIVE-TICKER, Highlights Sa., ab 16.25 Uhr im TV auf SPORT1), da schoss am Freitag das nächste Wechselgerücht aus dem Boden - und plötzlich gehört Sebastian Vettel wieder zu den wichtigsten Spekulationsobjekten im Fahrerlager der Formel 1.

Wieder mal geht es dabei um einen baldigen Wechsel zu Ferrari - kein neues Gerücht also, aber ein aufregendes. "Auto Bild Motorsport" berichtet, dass der 27-Jährige den Abschied von Red Bull Racing zur Scuderia schon zur neuen Saison in Erwägung zieht, auch die italienische "Gazzetta dello Sport" meldete dies am Freitag.

Marko dementiert Gerüchte nicht

Vettel selbst sagte auf "Auto-Bild-Motorsport"-Nachfrage allerdings: "Das stimmt nicht." Red Bulls Motorsportberater Helmut Marko wollte die Berichte derweil weder bestätigen noch dementieren. "Kein Kommentar", sagte der Österreicher (DATENCENTER: WM-Stand Fahrer) .

Schon seit Monaten wird über eine mögliche Zukunft Vettels bei den Italienern spekuliert, in der "Silly Season" im Herbst nehmen derartige Gerüchte traditionell Fahrt auf.

Der Heppenheimer bekundet aber weiterhin seine Treue zu Red Bull Racing und verweist auf seinen laufenden Vertrag für das kommende Jahr. "Ich habe noch viel vor mit diesem Team", sagte er erst kürzlich.

Vettel reizt Mythos Ferrari

Vettel machte aber auch nie ein Geheimnis daraus, dass der Mythos Ferrari durchaus seinen Reiz hat: "Fahrer von früher haben mir schon oft gesagt, dass es das Schönste wäre, im Ferrari zu gewinnen."

Vettel zur Scuderia - dieses Gerücht ist nicht nur spektakulär, vor dem Großen Preis von Japan fiel es auch auf fruchtbaren Boden.

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Ferrari will sich wohl von Alonso trennen

Erst am Donnerstag hatte die "Gazzetta" berichtet, dass der angehende Ferrari-Chef Sergio Marchionne, der ab 13. Oktober den zurückgetretenen Konzernpräsidenten Luca di Montezemolo ersetzt, an einer einvernehmlichen Trennung von Ex-Weltmeister Fernando Alonso arbeite - von Vettels altem Rivalen also, den man sich nur schwerlich mit dem Hessen in einem Team vorstellen kann.

Und auch der Spanier tut in Suzuka derzeit wenig, um die Gerüchte zu entkräften.

Sein Vertrag läuft noch bis Ende 2016, auf die Frage, ob er ausschließen könne, dass er innerhalb der kommenden zwei Jahre für McLaren oder Red Bull fahre, sagte der 33-Jährige lediglich: "Die Frage ist sehr schwierig zu beantworten. Ich werde das tun, was für Ferrari am besten ist."

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Montezemolo heizt Gerüchte an

Am anderen Ende der Welt heizte zudem Montezemolo die Spekulationen an. Bei einem Termin in Paris sagte er am Donnerstag: "In diesem Moment bespricht Alonso in Japan seine Zukunft bei Ferrari. Ich bin sicher, wir finden die beste Lösung für Ferrari - wie auch immer diese aussieht."

Schon seit Jahren geht die stolze Scuderia sportlich am Stock, in dieser Saison arbeitet sie daher an einer Runderneuerung. Im April musste bereits Teamchef Stefano Domenicali gehen, er wurde durch Marco Mattiacci ersetzt. Auch innerhalb des Rennstalls tat sich seither einiges, und im September wurde schließlich die Trennung von Montezemolo bekannt.

Ein Abgang des Nummer-1-Fahrers ist vor diesem Hintergrund zumindest nicht ganz unwahrscheinlich. Ob dieser dann tatsächlich schon im kommenden Jahr durch Vettel ersetzt wird, bleibt unklar. Aufregend wäre es allemal.

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