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Niko Hülkenberg verpasste die Punkteränge in Sotschi. DIE BILDER DES RENNENS ZUM DURCHKLICKEN

Sotschi - Niko Hülkenberg zeigt in den Kurven vollen Einsatz. Lewis Hamilton lobt Rivale Nico Rosberg. Sebastian Vettel hadert erneut.

Mercedes schreibt mit dem Doppelsieg in Sotschi Geschichte und holt sich als erstes deutsches Team die Konstrukteurs-Weltmeisterschaft.

Kein Wunder, dass Sieger Lewis Hamilton danach so gut gelaunt ist, dass sogar sein WM-Rivale Nico Rosberg ein Lob abbekommt. 

Rosberg ärgert sich dagegen bei aller Freude für das Team sehr über den "unnötigen" Verbremser. Damit hat er den Sieg verschenkt, glaubt der Deutsche.

Hülkenberg hofft auf Austin

Weiter hinten verpasst Nico Hülkenberg als Zwölfter die Punkte. Das hat Konsequezen für sein Team hat, denn McLaren ist in der Konstrukteurs-WM nun an Force India vorbeigezogen.

Hülkenberg klagt nach dem Rennen über Power-Probleme und setzt auf die neuen Teile für Austin.

Sebastian Vettel kann mit Rang acht zumindest ein paar Punkte retten. Der viermalige Weltmeister hadert aber weiter mit seinem Red Bull. Für das nächste Rennen in Austin will er sich einen Tag frei nehmen.

SPORT1 fasst die Stimmen zum Rennen in Sotschi zusammen:

Lewis Hamilton (Mercedes, Platz 1):

"Ich bin so glücklich hier zu sein. Die Fans und die Organisation hier in Russland sind großartig. Nico hat heute einen tollen Job gemacht, von hinten so aufzuholen. Wir haben heute Geschichte geschrieben - wir haben heute den ersten Konstrukteurs-Titel für Mercedes-Benz geholt. Ich bin extrem stolz und sehr, sehr glücklich für Mercedes-Benz. Ich freue mich für das ganze Team in Stuttgart und in Brackley. Sie haben es verdient, dank der ganzen harten Arbeit, die schon geleistet wurde, bevor ich da war. Das ist Geschichte heute."

Nico Rosberg (Mercedes/Platz 2):

"Das war eine tolle Strategie vom Team. Unser Auto ist unglaublich gut. Alle haben einen fantastischen Job gemacht. Für mich ist es natürlich enttäuschend, dass ich den Fehler gemacht habe. Aber wir haben den Titel geholt. Das ist der wichtigste Titel für das Team und daher habe ich ein Lächeln auf den Lippen. Mein Verbremser in der ersten Kurve war unnötig. Ich hätte einfach früher bremsen müssen und dann wäre das alles kein Problem gewesen. Dann hätte ich gewinnen können, daher ist das einfach blöd. Ich hätte gar nicht so viel Risiko gehen müssen, weil ich innen war, das war sowieso meine Kurve."

Valtteri Bottas (Williams, Platz 3):

"Für das Team freue ich mich, wenn man sich ansieht, was wir erreicht haben seit letztem Jahr. Wir stehen wieder auf dem Podium und sammeln viele Punkte. Wir waren 'Best of the Rest'. Mercedes ist noch etwas vor uns, aber wir haben das Beste erreicht und können als Team zufrieden sein."

Fernando Alonso (Ferrari, Platz 6):

"Hier konnten wir nicht das Maximum aus unserem Auto holen. Wir waren nämlich in einigen Rennen schon nah am Podest, aber hier waren wir nicht nah dran. Selbst mit einem guten Boxenstopp hätten wir gegen Kevin (Magnussen; Anm. d. Red.) keine Chance gehabt. Wir müssen es beim nächsten Mal besser machen."

Sebastian Vettel (Red Bull, Platz 8):

"Vielmehr wäre heute nicht drin gewesen, aber ein bisschen schon. Da wir das Auto nicht verstellen dürfen, war es ähnlich schwer wie gestern. Glückwunsch an Mercedes, ich denke, sie haben es verdient. In den USA wird es schwierig für uns. Ich werde mir die Quali nur angucken, weil wir beim Rennen aus der Boxengasse starten werden. Die Regeln sind ja in diesem Jahr ganz besonders toll, was das angeht. Da wir sowieso mehr oder weniger am Limit sind, was die Kilometer angeht, müssen wir den neuen Motor an Land ziehen. Deswegen macht es keinen Sinn, sich am Samstag auf Platz eins bis 20 zu qualifizieren, wenn man am Sonntag eh aus der Boxengasse startet."

Nico Hülkenberg (Force India, Platz 12):

"Ich habe das ganze Rennen über auf den Geraden immer etwas verloren, weil wir ein Problem mit dem Fuel-Flow-Meter hatten, der die Power bestimmt. Dadurch habe ich mir in den Kurven ein bisschen den Arsch aus der Hose gefahren, aber verlor auf den Geraden wieder alles. Da kann man natürlich nicht viel machen. Wir treten leider nicht nur auf der Stelle, sondern sind auch klar nach hinten gereicht worden. McLaren hat heute gut gepunktet, aber es kommen nach Austin noch ein paar neue Teile, und in die legen wir große Hoffnungen."

Adrian Sutil (Sauber, Platz 16):

"Es gab wenige Highlights. Beim ersten Mal hat es nicht geklappt, da hat er (Romain Grosjean; Anm. d. Red.) mich berührt und ich habe mich gedreht. Dann habe ich den Abstand innerhalb von ein paar Runden wieder zugefahren und es nochmal probiert - dann ging es in Kurve zwei gut. Das war das einzige Highlight, sonst war es ein ziemlich einsames Rennen. Ich habe einsam meine Runden bei schönem Wetter gedreht. Jetzt stehen wir da, wo wir immer stehen. Wir müssen weiter auf einen Punkt hoffen."

Toto Wolff (Mercedes-Motorsportchef):

"Wir haben so lange auf dieses Ziel hingearbeitet und jetzt ist Mercedes Weltmeister - wir sind die Besten. Wir hatten so viele Ups and Downs, das Team hat aber zusammengehalten und jetzt haben wir es geschafft. Aber wir haben die Fahrer-WM noch nicht gewonnen, daher springen wir später ins Flugzeug, fliegen zurück nach England und arbeiten weiter. Aber die nächsten Stunden werden wir uns zurücklehnen und das genießen. In Gedanken sind wir dennoch bei Jules, der Sport rückt hier in den Hintergrund."

Christian Horner (Red-Bull-Teamchef):

"Wir hatten die Trophäe vier Jahre lang. Wir werden kämpfen, dass wir sie nächstes Jahr wiederbekommen. Daniel ist 90 Punkte hinten dran, er müsste alle drei Rennen gewinnen und Mercedes dürfte nicht ins Ziel kommen - das ist sehr unwahrscheinlich. Die Fahrer-WM wird zwischen den Mercedes-Piloten entschieden."

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