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Rosberg muss das restliche Rennen aus der Boxengasse verfolgen und sieht, wie sein Rivale dem Sieg entgegen rast
Nico Rosberg

München - Lewis Hamilton hat den Titel fest vor Augen, doch noch ist Rosberg nicht geschlagen. Dafür sorgt vor allem eine neue Regelung.

Das Momentum ist klar auf Seiten von Lewis Hamilton.

Nach seinem vierten Sieg in Folge liegt der Brite mittlerweile 17 Punkte vor seinem ärgsten Widersacher und Teamkollegen Nico Rosberg - und hat den Titel bei noch drei ausstehenden Rennen fest vor Augen.

Abu Dhabi als große Chance

Doch noch hat Rosberg zumindest auf dem Papier alle Chancen seinen ersten Titel zu holen. Das liegt vor allem daran, dass das Reglement der Formel 1 in Sachen Punktvergabe in diesem Jahr mit einer Neuerung aufwartet.

Beim Saisonabschluss in Abu Dhabi wird die doppelte Anzahl an Punkten, heißt 50 anstatt der sonst üblichen 25 Zählern, vergeben. 

Dadurch kann Rosberg Widersacher Hamilton sogar noch aus eigener Kraft abfangen.

"Es gibt ja noch 100 Punkte zu gewinnen", antwortete Rosberg in Sotschi auf die Frage, ob der Kampf um seinen ersten WM-Titel jetzt aussichtslos sei.

SPORT1 wagt ein paar Zahlenspiele und zeigt, was passieren muss, damit der Deutsche am Ende die Nase vorn hat.

Nico Rosberg wird Weltmeister, wenn…

...er die abschließenden drei Rennen gewinnt:

Gelingt es Rosberg den Lauf von Hamilton zu brechen und sowohl in Austin, Sao Paulo und zum Saisonabschluss in Abu Dhabi zu triumphieren, wäre ihm der Titel sicher.

Hamilton könnte in diesem Fall höchstens 72 Punkte holen, bei der gleichzeitigen Maximalausbeute von 100 Zählern, hätte Rosberg am Ende elf Punkte Vorsprung.

...er in den kommenden beiden Rennen mindestens Zweiter wird, in Abu Dhabi gewinnt und Hamilton dort höchstens Sechster wird:

Selbst wenn Hamilton auch die nächsten beiden Rennen gewinnen sollte und Rosberg jeweils "nur" Zweiter werden würde, hätte der Brite vor dem Abschluss in Abu Dhabi lediglich 31 Punkte Vorsprung.

Gewinnt der Wiesbadener das Saisonfinale und Hamilton kommt frühestens als Sechster über die Ziellinie, behält der Deutsche die Oberhand.

...wenn das Pech zu Hamilton zurückkehrt:

In den letzten Rennen lief es wie geschmiert, doch auch Hamilton ist nicht gegen technische Problemen gefeit. Durchschnittlich in jedem fünften Rennen hat es den Briten erwischt.

Bleibt das Gesetz der Serie bestehen, sieht der Weltmeister von 2008 in Austin nicht die Zielflagge. Die Chance für Rosberg, das Blatt zu wenden.

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