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Auf der Strecke in Suzuka werden seit 1987 Formel-1-Rennen ausgetragen

Beim Großen Preis von Japan am Sonntag (8.00 Uhr MESZ) werden starke Niederschläge durch die Ausläufer des Taifuns Phanfone immer wahrscheinlicher.

Wie der Formel-1-Wetterdienst Ubimet am Freitagnachmittag bekannt gab, haben sich die Prognosen nicht wesentlich geändert. "Im Tagesverlauf nehmen die teils kräftigen Regenschauer zu", heißt es in der Mitteilung.

Je nach Stärke der Niederschläge könnten diese beim 15. WM-Lauf zu Unterbrechungen, im schlimmsten Fall gar zu einem Abbruch führen. Eine Vorverlegung des Rennens am Sonntag wird daher nicht mehr ausgeschlossen, um größeren Spielraum vor Einbruch der Dunkelheit zu erlangen.

Beginnt das Rennen wie geplant um 8 Uhr deutscher Zeit, könnten die Teams große Schwierigkeiten mit der Logistik bekommen. Die Boxen müssten zügig abgebaut werden, um einen schnellen Weiterflug nach Sotschi zu gewährleisten.

Das Szenario einer Vorverlegung kann auf zwei verschiedene Arten umgesetzt werden. Option eins: Das Rennen startet um 4 Uhr deutscher Zeit und entgeht damit wohl den großen Regenmengen, die erst für einen späteren Zeitpunkt angekündigt sind. Größtes Problem wäre die ungünstige Startzeit für das europäische Publikum.

Option zwei: Qualifying und Grand Prix finden am Samstag statt. Die Regeln geben ein solches Vorgehen her, mögliche Entschädigungszahlungen an die Fans sprechen aus Sicht des Veranstalters dagegen.

Echte Gefahr für das japanische Festland sagen die Experten allerdings für den Montag voraus: "Wahrscheinlich zieht Phanfone mit seinem Zentrum knapp südöstlich vorbei. Es gibt aber auch Modelllösungen, die das Auge direkt über Suzuka ziehen lassen. In beiden Fällen ist mit teils massiven Beeinträchtigungen am Montag zu rechnen, in zweiterem Fall gar mit verbreiteten Schäden."

Dies würde auch zu Problemen beim Abbau und insbesondere beim Transport des Equipments ins russische Sotschi führen, wo bereits eine Woche später der nächste WM-Lauf stattfindet.

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