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Der Unfallort: Der Marussia von Bianchi ist unter das Bergungsfahrzeug gequetscht

Die FIA kommentiert Gerüchte um einen Brief nicht, in dem Team Marussia den in einen schweren Unfall verwickelten Jules Bianchi zum Gasgeben aufgefordert haben soll.

"Das ist kein Grundsatz der FIA - insbesondere im Fall Bianchi", teilte FIA-Sprecher Matteo Bonciani gegenüber SPORT1 mit.

Jules Bianchi war im 15. WM-Lauf in Japan bei extrem nassen Bedingungen mit einem Bergungsfahrzeug kollidiert. Seitdem befindet sich der Marussia-Pilot auf einer Intensivstation und in einem kritischen, aber stabilen Zustand (News).

Am Dienstag hatte die "Sportbild" berichtet, ihr liege ein Brief-Dokument der FIA vor. In diesem habe der Automobil-Weltverband festgehalten, dass Marussia in einem Funkspruch Bianchi riet, trotz widriger Strassenverhältnisse und Gelbphase zu puhsen. Das Ziel des Teams sei gewesen, den Rückstand auf Konkurrent Marcus Ericsson (Caterham) zu reduzieren.

In der Folge verlor Bianchi die Kontrolle über sein Fahrzeug und rutschte unter das Auto, das gerade Sauber-Pilot Adrian Sutil barg. Er erlitt schwere Kopfverletzungen.

Die FIA betonte bei SPORT1, dass "alle relevanten Informationen zu Jules Bianchis Unfall in Suzuka im Bericht von Renndirektor Charlie Whiting enthalten" seien. Bociani führte aus: "Der wurde in einer langen Pressekonferenz in Sotschi an die Medien weitergegeben."

Dort wurde der Funkspruch nicht erwähnt.

"Whitings Bericht wird an einen Prüfungsausschusss weitergeleitet, der bald ernannt werden wird", sagte Bociani. Dieses werde "zu gegebener Zeit" seine Empfehlungen an FIA-Präsident Jean Todt und der Sicherheitskommission weitergeben.

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