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Der Franzose Jules Bianchi verunglückte am 5. Oktober im japanischen Suzuka

Formel-1-Pilot Jules Bianchi schwebt nach seinem schweren Unfall beim Japan-GP in Suzuka weiter in Lebensgefahr (NEWS: "Situation ist zum Verzweifeln").

Erstmals hat sich nun seine Mutter zu Wort gemeldet - und für reichlich Spekulationen gesorgt.

In einem Interview mit dem französischen Radiosender "RTL" wurde sie gefragt, warum die Familie sich so lange nicht geäußert habe und ob sie zum Schweigen angehalten worden sei.

"Wissen Sie, die Formel 1 ist ein Business. Ein großes Business. Seit dem Unfall haben einige Leute gewisse Dinge nur getan, um sich aus der Verantwortung zu stehlen", antwortete Christine Bianchi daraufhin.

Haben ihr die Verantwortlichen der Formel 1 (DATENCENTER: WM-Stand Fahrer) einen "Maulkorb" verpasst? Oder etwa Bianchis Team, der kleine russische Rennstall Marussia? Sie wollte nicht weiter ins Details gehen.

Ihr Sohn war trotz doppelt geschwenkter gelber Flagge mit seinem Boliden in der Dunlopkurve von der regennassen Fahrbahn abgekommen und in ein Bergungsfahrzeug gerutscht (BERICHT: Unfall überschattet Hamiltons Sieg).

Der Franzose musste notoperiert werden und liegt seither im Krankenhaus in Yokkaichi im Koma. "Jules wird gut betreut", schilderte Christine Bianchi, das Krankenhaus sei "perfekt, die Ärzte sind exzellent, kenne sich aus, sind respektvoll und nett".

Das Marussia-Team beim vergangenen Russland-GP:

Ungeklärt ist trotz eines ausführlichen Berichtes des Weltverbandes FIA weiter, wer letzten Endes die Verantwortung für den schlimmen Crash trägt.

Die "Sport Bild" hatte zuletzt berichtet, Bianchi sei von seinem Team dazu aufgefordert worden, schneller zu fahren um Marcus Ericsson hinter sich zu halten und hatte dazu eine angeblichen Nachricht aus Kreisen der FIA zitiert (BERICHT: Marussia wütend über Vorwürfe). Der Weltverband dementierte auf Nachfrage von SPORT1 aber die Existenz eines entsprechenden Tonbands.

Seiner Mutter spendet dies freilich keinen Trost. Ihre Vorwürfe stehen im Raum. Der Gesundheitszustand ihres Sohnes ist weiter kritisch.

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