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Ross Brawn (r.) arbeitete zuletzt als Teamchef bei Mercedes

Ein Gremium um den mehrfachen Weltmeister-Teamchef Ross Brawn soll die Ursachen des schweren Unfalls von Formel-1-Pilot Jules Bianchi lückenlos aufklären.

Das teilte der Automobil-Weltverband FIA am Montag mit. Brawn, der maßgeblich an den sieben WM-Triumphen von Rekordchampion Michael Schumacher beteiligt war, ist Teil eines zehnköpfigen Unfallgremiums, das in dieser Woche seine Arbeit aufnehmen wird.

Die Ergebnisse sollen auf der kommenden Sitzung des Motorsport-Weltrats am 3. Dezember in Doha präsentiert werden.

"Die Gruppe wird eine vollständige Bewertung des Unfalls vornehmen, um ein besseres Verständnis davon zu gewinnen, was passiert ist", heißt es in der offiziellen FIA-Mitteilung: "Sie wird Vorschläge und Empfehlungen abgeben, um die Sicherheit auf den Rennstrecken weiter zu verbessern."

Neben Brawn, der zuletzt für das Mercedes-Werksteam tätig war, gehören dem Gremium auch der frühere Ferrari-Teamchef Stefano Domenicali sowie der ehemalige Formel-1-Pilot Alexander Wurz an, der kürzlich zum Präsident der Fahrergewerkschaft GPDA gewählt worden war.

Weitere Mitglieder sind unter anderem der renommierte Trauma-Chirurg und Schumacher-Vertraute Gerard Saillant sowie der zweimalige Weltmeister Emerson Fittipaldi.

Der Franzose Bianchi war am 5. Oktober beim Großen Preis von Japan in Suzuka auf regennasser Piste von der Strecke abgekommen und mit seinem Auto unter ein Abschleppfahrzeug gerast. Dabei hatte der Marussia-Pilot schwerste Kopfverletzungen erlitten und musste anschließend operiert werden.

Bianchi liegt im Mie General Krankenhaus von Yokkaichi weiterhin auf der Intensivstation und kämpft um sein Leben.

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