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Toto Wolff (r.) ist seit Januar 2013 Motorsportchef bei Mercedes

"Paranoia" bei Mercedes: Nico Rosberg und Lewis Hamilton dürfen im Titelkampf der Formel 1 nicht frei gegeneinander fahren, solange Red-Bull-Pilot Daniel Ricciardo noch theoretische Chancen hat, das Silberpfeil-Duo abzufangen.

"Der Vorsprung von Lewis und Nico auf Daniel Ricciardo ist noch nicht so groß, dass wir unsere beiden Piloten komplett von der Leine lassen können, ohne Rücksicht auf Verluste", sagte Mercedes-Motorsportchef Toto Wolff zu "Spiegel Online".

"Ich bin ein Zweckpessimist. Bevor man ein Ziel nicht erreicht hat, darf man sich auch nicht zurücklehnen, es kann immer noch etwas schiefgehen. Ich nenne das den Schuss Paranoia", so der 42-Jährige weiter.

In der WM-Wertung liegt Sebastian Vettels Teamkollege Ricciardo (199 Punkte) 92 Zähler hinter Hamilton (291) und 75 hinter Rosberg.

Weil es beim letzten Rennen in Abu Dhabi doppelte Punktzahl, also unter anderem 50 für einen Sieg gibt, sind vor dem Großen Preis der USA am Sonntag noch maximal 100 zu holen.

"Ich habe ehrlich gesagt keine Lust, dass wir am Saisonende zu diesem 50-Punkte-Rennen nach Abu Dhabi fahren, und Ricciardo kann uns theoretisch noch den Titel entreißen. Ich hätte gerne vorher Klarheit. Und wenn wir die Luxussituation haben, dass unsere Fahrer wirklich nicht mehr einzuholen sind, können wir gerne nochmal darüber reden, ob sie völlig frei fahren dürfen", sagte Wolff.

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