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SEBASTIAN VETTEL: Der Weltmeister präsentiert sich wenig weltmeisterlich. Vettel fällt hauptsächlich dadurch auf, dass er gegen alles und jeden motzt. Frühzeitig gibt er die Titelverteidigung auf. Renault und Red Bull haben ihm einen nicht konkurrenzfähigen Boliden hingestellt. Der Haussegen hängt schief. Das eigene Team muss dran glauben. "Ich habe gehofft, dass aus der Box was Schlaues kommt. Es kam aber nichts", meint der 27-Jährige in Monaco verärgert

Nach einem möglichen Wechsel zu Ferrari sollte Formel-1-Weltmeister Sebastian Vettel laut Mario Andretti den Traditionsrennstall nach dem Vorbild Michael Schumachers umkrempeln.

"Michael wusste genau, was er tat. Er hat die Männer, mit denen er bei Benetton große Erfolge gefeiert hat, mit zu Ferrari genommen. Im Laufe der Jahre wurden sie ein unschlagbares Team. Ich würde Sebastian raten, denselben Weg zu gehen", sagte Andretti in einem Interview mit der Tageszeitung "Die Welt".

Vettel hatte vor drei Wochen seinen Abschied von Red Bull angekündigt, seinen bevorstehenden Wechsel zur Scuderia aber auch vor dem Großen Preis der USA am Sonntag in Austin (ab 20.45 Uhr im LIVE-TICKER) noch nicht offiziell bekannt gegeben.

Ex-Weltmeister Andretti hofft, dass der Heppenheimer nach der Bestätigung des spektakulären Transfers so viele Red-Bull-Vertraute wie möglich mit zu Ferrari nimmt, um möglichst schnell wieder um den Titel mitfahren zu können.

"Vielleicht gelingt es ihm ja sogar, Adrian Newey (Stardesigner, d. Red.) zu überreden. Das wäre sicherlich die Königslösung. Fest steht: Ferrari braucht mehr als nur einen neuen Fahrer", sagte Andretti, der selber 1982 für Ferrari fuhr.

Rekordweltmeister Schumacher war zur Saison 1996 von Benetton zu Ferrari gewechselt und hatte ab 2000 fünf WM-Titel in Serie mit den Italienern gefeiert.

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